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Segelsport Maximum aus dem Tag heraus geholt
Sport Segelsport Maximum aus dem Tag heraus geholt
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21:30 25.06.2015
Von Ralf Abratis
Ein pralles Programm hatten die 29er zu absolvieren. Sie wurden in drei Gruppen von der Wettfahrtleitung gleich zu vier Rennen auf das Wasser gebeten. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Es war ein Tag, wie ihn Segler und Wettfahrtleitungen nicht erwartet hatten. In einem Szenario von schwachem Gradientwind am Mittag und einer thermischen Brise am Nachmittag konnten die Kielbootklassen immerhin eine Wettfahrt, die leichten 29er aber sogar vier Wettfahrten segeln. Aus deutscher Sicht setzte sich der gute Auftritt aus dem olympischen Teil fort, in elf der 16 Klassen weht die schwarz-rot-goldene Flagge an der Spitze.

Nach dem Klassenwechsel regieren seit Donnerstag die internationalen Klassen auf der Kieler Förde. Knapp 1300 Segler in 720 Booten der 16 Klassen kämpfen bis Sonntag um den Kieler-Woche-Sieg. Bei mäßigen Winden absolvierten die Athleten ihre ersten Wettfahrten.

 „Das macht wirklich Spaß, das zu sehen. Diese großen Flotten – das ist Kieler Woche“, freute sich Ramhorst. Die Katamarane durften sich am Donnerstag zwar über die große Aufmerksamkeit auf der TV-Bahn freuen. Allerdings litten ihre Wettfahrten dort auch unter den schwiergen Bedingungen. Winddreher, Flautenlöcher und Privatböen griffen massiv in die Taktik der Crews ein. Doch auch wenn das Feld immer wieder frisch durchgemischt wurde, so standen am Ende doch etablierte Crews an der Spitze

 Die Ex-Weltmeister im Formula18, Helge und Christian Sach aus Zarnekau, setzten schon mal das erste Ausrufezeichen für die in zwei Wochen stattfindende Weltmeisterschaft, die ein Höhepunkt in ihrer F18-Karriere werden soll. Als Führende des ersten Tages steuern sie auf ihren achten Kieler Sieg in dieser Klasse zu.

 In der zweiten Kat-Klasse, dem Hobie 16, zeigte das Kellenhusener Duo Lauritz Bockelmann/Karoline Berndt, warum es sich inzwischen in die deutsche Spitze vorgearbeitet hat und setzte sich auch im Kieler-Woche-Zwischenklassement an die Spitze.

 Britische Überlegenheit dokumentiert das Geschehen in den Skiffklassen. Während Max Billerbeck (Kollmar) im Contender immerhin die deutsche Ehre rettet, sind Ben Schooling im Ein-Mann-Skiff Musto Performance und die Crew Phil Walker/Jahn Muther bei der Premiere der RS 800 vor Kiel die Führenden. Mit Susannah Pyatt gibt es eine weitere englische Muttersprachlerin in Kiel. Die Neuseeländerin durfte sich über einen perfekten Tag im Laser Radial freuen.

 Für internationales Flair im Top-Ranking der Kieler Woche sorgen zudem die beiden Dänen Anna Livbjerg und Bo Petersen. Livbjerg bewies einmal mehr, dass die Dänen in der Europe spitze sind, und Petersen, der OK-Jollen-Europameister von 2013, liegt auf Kurs Titelverteidigung vor Kiel.

 In den jugendlich orientierten sowie in den Kielboot-Klassen gibt es dagegen deutsche Führende mit Paul Pietzcker/Linus v. Oppen (Berlin) im 29er, Julia Büsselberg (Berlin) im Laser 4.7 und Theres Dahnke/Birte Winkel (Plau) im 420er. Bei den Dickschiffen holten sich Ulf Kipcke (Kiel) im Folkeboot, Tobias Feuerherdt (Hamburg) im J/24 sowie Knut Viehweger (Loerick) im H-Boot die Siege im einzigen Rennen des Tages.

 Unterschiedliche Gefühlslagen dürften es bei den Spitzenreitern der Bahn Charly geben. Während Shmuel Markhoff/Michael Happich (Frankfurt) im Flying Dutchman nach dem Wegbleiben der internationalen Konkurrenz mit ihrem ersten Sieg vor Kiel liebäugeln dürfen, wäre es für Wolfgang Hunger (Strande), der Julien Kleiner an der Vorschot hat, bereits der 22. Erfolg auf seinem Heimatrevier.

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