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Segelsport Vizeweltmeistertitel für Stingele/Scheel
Sport Segelsport Vizeweltmeistertitel für Stingele/Scheel
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21:42 06.09.2018
Von Niklas Schomburg
Die Kieler 49er-Segler Max Stingele und Linov Scheel (re.) gewannen vor Marseille die Silbermedaille bei der U23-Weltmeisterschaft. Quelle: Tom Finke
Marseille/Kiel

„Vielleicht war es ganz gut, dass wir nach dem vorletzten Tag die Medaillen gar nicht mehr im Blick hatten“, sagte Steuermann Stingele rückblickend. Nach einem schwierigen Auftakt (Rang zwölf) hatten sich die Kieler nach einem Tag Flautenpause mit der starken Serie 1, 2, 4, 6 auf Rang vier vorgeschoben, dann schlugen ein zehnter und ein 16. Rang ins Kontor. Das wog umso schwerer, da wegen des stark einsetzenden Mistrals unklar war, ob am letzten Tag überhaupt gestartet wird.

Starker Abschlusstag für die Kieler Crew

Doch die Rennen kamen – und Stingele/Scheel katapultierten sich mit den Rängen eins und fünf auf das Podest. „Nach dem Zieleinlauf wussten wir nicht, wo wir liegen. Unser Trainer hat dann gesagt, dass wir Dritter sind“, erklärte Stingele. „Da waren wir schon sehr zufrieden. Als wir im Hafen erfahren haben, dass wir Zweiter sind, waren wir sehr glücklich.“ Durch die höher gewerteten Finalrennen platzierten sich die 21-Jährigen vor den punktgleichen Dänen Daniel Nyborg/Sebastian Wright Olsen, den Weltmeistertitel gewannen Robert Dickson und Seán Waddilove aus Irland.

Ex-Internatler sammeln Titel

Für die von der Stiftung Kieler Sporthilfe geförderten Stingele/Scheel ist es am Ende ihrer zweiten gemeinsamen Saison der erste große Triumph, aber es ist in diesem Jahr nicht das erste Ausrufezeichen eines ehemaligen Bewohners des Schilkseer Sportinternats: Theres Dahnke etwa wurde Junioren-Vizeweltmeisterin und Junioren-Europameisterin im 470er, Fabian Graf holte gar WM-Bronze im 49er.

Der nächste Schritt folgt 2019

Stingele/Scheel machen nun den nächsten Schritt. Die WM war ihr letztes Junioren-Event, ab 2019 segeln sie bei den ganz Großen. „Um konkurrenzfähig zu sein, fehlt noch ein bisschen Bootsgefühl, Abstimmung und Erfahrung bei wenig Wind“, erklärte Stingele, der mit seinem Vorschoter im Winter in südlichen Gefilden daran arbeiten will. Zunächst aber hatte sich die junge Kieler Crew das Feiern redlich verdient und zelebrierte den Erfolg am Mittwochabend mit ihren Teamkameraden in der Kieler TraumGmbH. „Die Medaille ist ein echtes Gruppenresultat“, lobte 49er-Junioren-Bundestrainer Till-Jonas Gerngroß den Zusammenhalt seiner Nachwuchssegler.

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