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Segelsport Bronze, Silber und Gold für DSV-Segler
Sport Segelsport Bronze, Silber und Gold für DSV-Segler
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19:47 24.06.2018
Von Niklas Schomburg
Millimeterentscheidung: Auf dem letzten Schenkel des Medaillenrennens überschlugen sich die Ereignisse, so dass Philipp Buhl (li.) noch die Gesamtwertung im Laser Standard vor dem Briten Elliot Hanson (re.) gewann. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

„Ich bin happy, dass ich gewonnen habe“, sagte Buhl, der drei Punkte hinter Hansen gelegen hatte. „Aber allein hätte ich es wohl nicht geschafft.“ Denn der 28-Jährige schien im Laufe des Medaillenrennens seinen fünften Triumph bereits aus den Augen verloren zu haben, ehe der Kroate Tonci Stepancic kenterte und Rammo eine Strafe erhielt. Buhl fuhr als Siebter durchs Ziel, Hanson wurde Neunter – durch die doppelte Wertung des Medaillenrennens war der Gesamtsieg perfekt.

Silber im Frauen-Skiff

In einem packenden und dem laut 49erFX-Vorschoterin Susann Beucke „chaotischsten Rennen der ganzen Serie“ sicherte die Stranderin mit Steuerfrau Tina Lutz (Chiemsee) den Silberrang. „Wir sind rundum zufrieden“, sagte Lutz, während Beucke einen Moment benötigte, um ihre kleine Enttäuschung zu verarbeiten. „Wir hatten sehr hohe Erwartungen, weil wir in der gesamten Serie gut waren“, erklärte die Vorschoterin. „Ich dachte, wir könnten noch einen draufsetzen und auch die Kiwis schlagen.“ Die Neuseeländerinnen Alex Maloney/Molly Meech erwiesen sich aber als zu stark, beendeten das Medal Race als Zweite und schnappten sich den Kieler-Woche-Titel.

470er bestätigen starke Form

Bronze gab es für Nadine Böhm/Ann-Christin Gloiaß bei den 470er-Frauen, wo gleich drei deutsche Teams im Finale der besten Zehn dabei waren. „Wir wollten gut starten und uns auf uns selbst konzentrieren“, sagte Ann-Christin Goliaß und lachte: „Das hat aber überhaupt nicht geklappt. Unser Start war bescheiden, und auf der zweiten Kreuz waren wir auf der falschen Seite.“ Auf dem Downwind-Kurs aber machte die Crew aus Tutzing Tempo, kämpfte und war „am Ende sehr zufrieden mit dem Rennen“. Es siegten die Spanierinnen Silvia Mas und Patricia Cantero.

Positives Resümee

DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner zeigte sich zufrieden mit dem Abschneiden der deutschen Segler. „Ein kompletter Medaillensatz ist super, dazu haben wir viele gute Ergebnisse in den Top 20“, so Stegenwalner. „Wir gehen mit einem sehr positiven Ergebnis und Rückenwind in die WM nach Aarhus.“ Kieler-Woche-Organisationsleiter Dirk Ramhorst zog ebenfalls ein „grundsätzlich positives Resümee“: „Wir haben aber einiges zu besprechen und zu evaluieren, das werden wir im Nachgang intensiv angehen“, so Ramhorst.

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