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Segelsport Jens Krokers Kampf mit der Karre
Sport Segelsport Jens Krokers Kampf mit der Karre
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19:10 21.06.2018
Von Niklas Schomburg
Im Dienst der paralympischen Bewegung unterwegs in der Hansa 303: Jens Kroker. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

Der 49-jährige Hamburger war 2008 Paralympicssieger im Sonar, gewann insgesamt drei Medaillen bei den Spielen. Die Hansa ist alles andere als sein Lieblingsboot. „Aber es geht darum, für Deutschland den richtigen Schwerpunkt zu setzen“, erklärt Kroker. „Die Hansa ist als Klasse wohl gesetzt. Und im 2.4mR müsste ich gegen Heiko (Kröger, Anmerkung d. Red.) kämpfen und so viel aufholen.“ Über seine Hansa – eine von nur zwei weißen Booten im Feld – sagt er lachend: „Das Boot sieht echt bescheuert aus. Aber es ist schwer zu segeln.“

Um „die Karre in Schwung zu bringen“, brauche es vor allem Bootsgefühl, also Training. „Ich habe vor einer Woche angefangen zu trainieren“, sagt Kroker. „Davor saß ich das letzte Mal zur letzten Kieler Woche in der Hansa.“ Ganz anders der Pole Piotr Cichocki. „Er hat großen Vorsprung, trainiert fast 100 Tage im Jahr“, sagt Kroker. Und das zeigt sich auf der Bahn: Cichocki führt das Feld teilweise mit mehreren Hundert Metern Vorsprung an. Außer eines Frühstarts im dritten Rennen gewann er alle anderen Wettfahrten deutlich. Kroker ist nach vier Rennen Dritter.

Kampf um paralympischen Status nicht aussichtslos

Schon 2017 zeigte sich, dass die Leistungsunterschiede in der Hansa enorm sind. Doch die weltweite Verbreitung und der geringe finanzielle Aufwand sind ein schweres Pfund, mit dem der Welt-Seglerverband im Kampf um den paralympischen Status werben kann. Kroker ist seit Januar als erster Behindertensegler Mitglied der Athletenkommission bei Worlds Sailing, arbeitet an vorderster Front für die Rückkehr. „Ich denke, es sieht gut aus für 2024“, sagt Kroker. „Wir sind viel besser aufgestellt als bei der Bewerbung für 2020.“

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