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Segelsport Und dann wurde es duster
Sport Segelsport Und dann wurde es duster
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21:48 21.06.2018
Von Niklas Schomburg
Schaurig-schöner Himmel über den Regattabahnen vor Schilksee: Tief „Cathy“ brachte mehr Bewegung als gewünscht in die Segelwettbewerbe der Kieler Woche. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

Die letzten Rennen im Laser Standard starteten um 20.33 Uhr und 20.47 Uhr – passend zum 21. Juni Mittsommersegeln auf der Förde. So spät am Tag hatte es zuvor in der 136-jährigen Geschichte der Kieler Woche noch nie Rennen in olympischen Klassen gegeben.

Blitze zehn Seemeilen nördlich der Bahn Charly

Von Starkregen und Sturmböen war am Morgen noch nichts zu sehen, also liefen die Segler der Frühschicht aus. Gegen 12 Uhr aber riefen die Wettfahrtleiter die Athleten zurück in den Hafen. „Wir hatten eine Gewitterwahrscheinlichkeit von 30 bis 40 Prozent, das war uns zu riskant“, sagte Meteorologe Meeno Schrader. Gerade die weiten Wege zu den Außenbahnen berge immer die Gefahr, die Segler nicht rechtzeitig vom Wasser zu bekommen. „Und auch wenn uns das Gewitter nicht direkt getroffen hat, war der Abbruch richtig.“ Zehn Seemeilen nördlich der Bahn Charly etwa wurden Blitze registriert, als die Front vorbeizog.

Jurczok/Lorenz und Lutz/Beucke auf Gesamträngen sieben und zwei

Zuvor hatten die frühen Vögel eine oder gar zwei Wettfahrten in die Bücher gebracht, und auch ein weiteres Wetterfenster zwischen 16 und 20 Uhr ermöglichte noch mal Rennen. Bei denen packten vor allem die deutschen 49erFX-Crews starke Leistungen auf die Bahn, mit jeweils einem Sieg katapultierten sich Victoria Jurczok/Anika Lorenz (Berlin) und Tina Lutz/Susann Beucke (Chiemsee/Strande) auf die Gesamtränge sieben und zwei. „Wir testen noch unser Material, haben am ersten Tag nicht die richtigen Settings gefunden und waren ein bisschen unglücklich“, sagte Jurczok zu den Plätzen 18, zwei und 15 am Mittwoch. „Wir hatten für heute auf stabilere Bedingungen gehofft, es war aber wieder sehr drehig“, sagte Lorenz. „Aber der Bootsspeed hat gestimmt, und wir haben schnelle und richtige Entscheidungen getroffen.“

Internationale Klassen: Nur J/70 am Donnerstag im Einsatz

An ihrem vorgesehenen Starttag kamen von den drei internationalen Klassen nur die J/70 zum Einsatz, 420er und J/80 wurden nicht auf die Bahn geschickt. Am Freitag ertönen die ersten Ankündigungssignale für die erste Schicht eine Stunde früher als gewohnt bereits um 10 Uhr.

Bilder und Impressionen von den Kieler-Woche-Regatten am Donnerstag.
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