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Segelsport Frühstart mit ordentlich Action
Sport Segelsport Frühstart mit ordentlich Action
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21:20 22.06.2018
Von Niklas Schomburg
Nur Fliegen ist schöner: Johannes Polgar und Carolina Werner zeigten sich im ersten Rennen auf ihrem fliegenden Katamaran sehr stabil und waren hinterher „super happy“ über Platz drei. Ärgerlich, dass sich nach dieser Performance der Pinnenausleger verabschiedete. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

Auf der landnahen TV-Bahn kamen die foilenden Nacras so richtig in Fahrt. Mit einer konstanten Top-Drei-Serie schoben sich die Briten John Gimson und Anna Burnet an die Spitze, aber auch die deutschen Teams zeigten in Ansätzen, dass mit ihnen zu rechnen ist. Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer fuhren mit einem Sieg im dritten Rennen auf Rang 13 vor, Johannes Polgar/Carolina Werner starteten mit einem dritten Platz und erlitten dann einen Rückschlag. „An der letzten Tonne ist uns der Pinnenausleger abgebrochen, dadurch konnte Jojo nicht mehr ins Trapez“, erklärte Werner. So fehlte deutlich Tempo – das konnte auch eine ungewöhnliche Rochade nicht verhindern. „Wir haben auf der Kreuz die Positionen getauscht, weil Jojo einen längeren Hebel für das Trapez hat“, sagte Werner, die auf dem Downwind wieder selbst an die Vorschot ging. Mit den Plätzen 21 und zwölf ging es für das neu zusammengestellte Team runter auf Rang zwölf.

Froh über "stressige Bedingungen"

Trotzdem sind beide nicht unzufrieden mit der Kieler Woche. „Uns fehlt Rennpraxis, aber wir entwickeln uns stetig weiter“, sagte Polgar. „Es ist gut und wichtig, dass wir mal richtig stressige Bedingungen haben, bei denen wir ständig unter Strom stehen.“ Zwar bestehe bei viel Wind noch Nachholbedarf beim Bootshandling, „aber unsere Starts sind viel besser geworden. Damit hatte ich vorher noch große Probleme.“

Weger konstant im Laser Radial

Der Start für Svenja Weger im Laser Radial war am Mittwoch mit Platz acht ordentlich; seitdem hat die Kielerin sich auf Top-Sechs-Niveau stabilisiert. Dabei gilt sie eigentlich als Leichtwind-Spezialistin. „Ich habe im Winter viel im Kraftraum und am Bootsspeed gearbeitet, das trägt jetzt langsam Früchte“, sagt die 24-Jährige. „Heute waren auch die taktischen Entscheidungen wichtig, und das habe ich gut hinbekommen.“

Buhl arbeitet sich vor

Dass es für die Spitze nicht reicht, liegt vor allem an der schier übermächtigen Konkurrenz. Die Niederländerin Maxime Jonker, WM-Sechste und EM-Dritte bei den vergangenen Großevents, legte vom ersten bis fünften Rennen eine perfekte Serie hin. Auch die Norwegerin Line Flem Höst fuhr drei Siege ein. „Es kann noch einiges passieren, es ist sehr eng“, sagte Weger. „Ich will einfach eine konstante Serie weiterfahren.“

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