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Segelsport Maximaler Segelspaß nach Mini-Auftakt
Sport Segelsport Maximaler Segelspaß nach Mini-Auftakt
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21:26 17.06.2018
Von Niklas Schomburg
Förde-Ritt: Der Kieler Andreas Lutz Körnig zeigt auf seinem Contender die perfekte Bootsbeherrschung. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

„Da haben wir das Maximum rausgeholt“, fasste Organisationsleiter Dirk Ramhorst zusammen. Um zumindest für einen kleinen Ausgleich für den Auftakttag zu sorgen, entschieden sich die Organisatoren am Sonntag für eine zusätzliche Wettfahrt und verkürzten die Rennen gleichzeitig um zehn Prozent. Bei den Contendern kam das offenbar besonders Altmeister Jan von der Bank entgegen, der die erste Wettfahrt gewann und anschließend mit (versuchtem) Kopfstand auf seinem umgedrehten Boot feierte. Möglicherweise begünstigte der Strauchel-Abgang des Eutiners nach seiner Turn-Einlage, dass anschließend die Stunde von Christoph Homeier schlug: Der Bremer fuhr nach Nichtantritt am Sonnabend an Tag zwei dank des Streichers mit zwei ersten und zwei zweiten Plätzen an die Spitze des stark besetzten Feldes. Vorjahressieger Jesper Nielsen ist Zweiter, der gut erholte von der Bank Dritter. „Ich habe mich nicht verletzt, und Christoph Homeier steht momentan voll im Saft“, erklärte „Backe“ lachend. „Es ist aber alles immer sehr eng beieinander.“

Blackout an der Luvtonne

Ebenfalls schon ein hohes Streichergebnis eingefahren haben Martin Friedrichsen und Björn Wendel im Formula18-Katamaran. „Wir haben in der ersten Wettfahrt das Leegate falsch gerundet und konnten das nicht mehr bereinigen“, sagte Steuermann Friedrichsen über seinen „Blackout“. „Deshalb mussten wir das Rennen leider aufgeben, obwohl wir als Erste über die Ziellinie gegangen sind.“ Nach einem vierten Rang legten die Flensburger zwei Siege nach und setzten sich an die Spitze des F18-Feldes, das in diesem Jahr ohne die Zarnekauer Brüder Helge und Christian Sach auskommen muss. „Natürlich hätten wir sie gern als Konkurrenz hier gehabt“, sagte Friedrichsen. „Sie zeigen einem immer noch, wo Bartels den Most holt.“

Beinahe nochmal

Doch auch Friedrichsen/Wendel sind in diesem Jahr flott unterwegs. „Wir haben erst im letzten Jahr zusammengefunden, jetzt läuft es richtig gut“, erklärt der Skipper. „Daher konnten wir die erste Wettfahrt auch gut wegstecken. Wir haben gemerkt, dass das Boot gut läuft. Wenn dann so ein Fehler passiert, muss man sich einen auf die Mütze geben und weitermachen.“ Trotzdem passierte der gleiche Fehler in der vierten Wettfahrt an Luv- und Ablauftonne beinahe noch einmal – „das konnten wir gerade noch rechtzeitig verhindern“, sagte Friedrichsen schmunzelnd.

Für Montag sind in allen Klassen erneut vier (29er fünf) Wettfahrten geplant.

Impressionen vom zweiten Regattatag der Kieler Woche (Internationale Klassen).
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