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Segelsport Littlewood ganz groß
Sport Segelsport Littlewood ganz groß
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19:29 24.06.2018
Von Niklas Schomburg
Der Australier Zac Littlewood ist neuer Laser-Radial-Weltmeister. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

„Es war anders heute“, sagte der strahlende 2.4mR-Europameister Seguin zum Leichtwind am letzten Tag. Der zweifache Paralympicssieger gewann das Medal Race und kann so eine fast lupenreine Serie an Siegen vorweisen, wofür er auch den Roosevelt-Preis für den punktbesten Segler des zweiten Kieler-Woche-Teils erhielt.

„Es war speziell“, erklärte der Franzose und meinte, das Ergebnis spiegele nicht wider, wie eng es in den Rennen war – besonders gegen Heiko Kröger (Kiel). „Wir sind auf extrem gleichem Niveau“, sagte Kröger, Seguins Dauerkonkurrent und neuer Vize-Europameister. „Ich war am Sonnabend permanent schneller als er, aber er war trotzdem immer vorne.“ Bronze gewann Lasse Klötzing (Berlin).

Cichocki nicht zu schlagen

Die Hansa dominierte Cichocki nach Belieben, gewann bis auf einen Frühstart alle Wettfahrten und das Medal Race. Mit einem Juchzen sprang der Pole am Sonntagmittag von seinem Boot ins Hafenbecken und brachte es schwimmend zur Slipanlage. „Ich bin sehr glücklich“, sagte er. „Segeln ist mein Leben. Ich bin jeden Tag auf dem Wasser. Es ist meine Arbeit.“ Ihm folgte ein zufriedener Jens Kroker als Silbermedaillengewinner. „Am Ende ist alles gut“, meinte der Hamburger. Im Medal Race hatte er den Start verpatzt und musste anschließend das Feld von hinten aufrollen. Das gelang: Mit Platz zwei sicherte er sich Silber. „Besser hätte es nicht laufen können“, erklärte Kroker.

Glück und Unglück dicht beieinander

Bei den Laser Radial setzte sich Littlewood souverän gegen den Polen Aleksander Arian und Aussie-Landsmann Caelin Winchcombe durch. „Ich bin hier, um zu lernen. Im zweiten Rennen wusste ich dann: Ich bin Weltmeister. Das ist verrückt!“, sagte der 17-jährige Littlewood. Auch Vize-Weltmeister Arian war „sehr glücklich“, fühlte aber mit seinem Trainingspartner Marcin Rudawski mit. Der Titelverteidiger hatte vor dem Schlusstag seine Hoffnung auf eine Medaille noch nicht aufgeben, musste die Edelmetall-Träume aber nach einer Disqualifikation aufgeben. „Das tut mir sehr leid für ihn“, sagte Arian. Für den 37-jährigen Rudawski waren die WM die letzten großen Titelkämpfe. Die Athletik lasse nach, so der Pole, „ich brauche mehr Zeit, um zu regenerieren.“ Nach zehn Jahren im Laser Radial ist Schluss.

Das Unglück Rudawskis war das Glück von Caelin Winchcombe. Der Australier zog mit zwei Rennsiegen noch am erfahrenen Konkurrenten vorbei und gewann Bronze. „Es war leichter heute, weil wir konstanteren Wind hatten“, erklärte Winchcombe. Als bester Deutscher beendete der Hamburger Felix Laukhardt die WM auf Platz 38.

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