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Segelsport "All in" auf der Förde
Sport Segelsport "All in" auf der Förde
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09:39 01.05.2018
Von Niklas Schomburg
Unter vollen Segeln über den Stollergrund: Die "Halbtrocken" mit Skipper Knut Freudenberg ist nach acht Wettfahrten Siebter in der ORC 3. Quelle: Christian Beeck
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Kiel

"Es waren teilweise verrückte Verhältnisse", sagte Björn Beilken, Skipper der J/70 "Procedes Diva". "Erst auflandig mit viel Welle, dann weniger und um 180 Grad gedreht, Welle von hinten auf dem Am-Wind-Kurs - da war alles dabei." Die Bremer Crew kam mit den wechselhaften Bedingungen sehr gut zurecht, fuhr mit einem Sieg in der letzten Wettfahrt am Montag auf den ersten Rang der J/70-Konkurrenz nach vorn. "Durch die wechselnden Verhältnisse war immer noch etwas möglich, auch wenn man zwischendurch mal weiter hinten lag. Wir haben uns durch kluge Entscheidungen nach vorn gekämpft", erklärte Beilken und ergänzte grinsend: "Na gut, vielleicht war auch etwas Glück dabei."

Kollisionen und Proteste auf der Innenbahn

Weniger Glück hatte die Hamburger Crew um Klaus Brinkbäumer und Carsten Kemmling, die auf der Innenbahn erst mit der J/80 "Silence" des Kielers Lukas Heyde kollidierten und anschließend in die "Procedes Diva" hineingedreht wurden, wobei ihr Gennakerbaum abbrach. Ein Protest der Hamburger gegen ihre Disqualifikation in der fünften Wettfahrt wurde am späten Abend noch verhandelt. "Das war eine sehr unübersichtliche Situation, weil zwei Klassen auf der Bahn quasi ineinander gefahren sind", erklärte "Procedes Diva"-Crewman Jork Homeyer. "Es hatte sich in dieser Situation schon angedeutet, dass es bald krachen wird."

In den J/70- und J/80-Flotten kam es wegen mehrerer enger Situationen zu reichlich Protesten, die einigen Seglern und der Jury wohl einen Strich durch die große Hot-Dog-Party in den Mai machten.

ORCs drehen auf dem Stollergrund auf

Nicht weniger heiß her ging es auf dem Stollergrund, wo die ORC-Crews voll durchzogen und vier Wettfahrten in die Bücher brachten. In der ORC 1/2 musste "Kirsche" Harmstorf-Schönwitz auf der "Tutima" im auffrischenden Wind die Spitze an Torsten Bastiansen und die "Sydbank" abtreten, auf Rang drei liegt weiter die "X-Day" mit Skipper Max Gurgel. In der ORC 3 liegen die drei Italia 9.98 an der Spitze, unangefochten in Führung ist Gordon Nickel auf der "OneSpirit", gefolgt von der Kieler "Immac Fram" mit Kai Mares und Henning Tebbes "Patent 4" aus Hamburg. Mit sieben Siegen in acht Rennen ist Martin Menzner mit seiner Crew auf der "Pike" bei den J/80 beinahe konkurrenzlos. Den Kieler kann auch die Abstinenz von Crewmitglied Mika Rolfs nicht aufhalten, der in dieser Saison seglerisch etwas kürzer tritt. Ersatzmann Jens Schwer ist offensichtlich eine starke Alternative.

Schlusstag in Gefahr

Es ist gut möglich, dass das momentane Ergebnis - beziehungsweise das nach Verhandlung der Proteste bestehende - auch das Endergebnis sein wird. Für Dienstag, den 1. Mai, sind Windgeschwindigkeiten von 40 Knoten und mehr vorhergesagt. Ob am Schlusstag noch gesegelt wird, entscheidet sich nach dem Skippers' Briefing am Morgen.

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