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Segelsport Drei Heim-Crews auf Kurs Siegprämie
Sport Segelsport Drei Heim-Crews auf Kurs Siegprämie
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21:43 21.06.2015
Von Ralf Abratis
Paul Kohlhoff und Carolina Werner dominieren das Katamaran-Feld fast nach Belieben, arbeiten aber noch an der Fehler-Minimierung. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Bereits nach weniger als drei Stunden waren alle geplanten Rennen im Ziel. Dafür mussten die Sportler am Sonntag lange auf das Auslaufen warten. Erst gegen 16 Uhr fielen die ersten Startschüsse. Dann aber gelang noch ein fast komplettes Programm. Lediglich bei den 49ern wurde das letzte Rennen abgebrochen.

 In fünf Klassen dürfen sich die Segler der deutschen Nationalmannschaft über Top-Ergebnisse und die Aussicht auf einen großen Teil des Preisgeldes von jeweils 6000 Euro pro Klasse freuen. Das Erfolgsrezept zur Kieler Woche im 133. Jahr scheint sich klar definieren zu lassen.

Am zweiten Wettkampftag der Kieler Woche 2015 hatten die Segler zunächst nichts zu tun - es herrschte Flaute. Am Nachmittag aber fuhren sie doch noch hinaus auf die Förde, um Wettfahrten zu absolvieren.

 Zumindest formulierten Justus Schmidt/Max Boehme, die Kieler Führenden im 49er, und Paul Kohlhoff/Carolina Werner (Kiel), das Spitzen-Duo im Mixed-Katamaran Nacra 17, ihre Marschroute fast wortgleich. Reduziert auf vier Worte lautet die so: „Gute Starts, hohe Geschwindigkeit!“ Schmidt/Boehme legten sich so in einem Weltklasse-Feld ein sattes Punktepolster nach fünf Wettfahrten an. Ausschließlich Top-Drei-Platzierungen lassen die Kieler vor den Österreichern Benjamin Bildstein/David Hussl rangieren. Erst dahinter reihen sich die Europameister Erik Heil/Thomas Plößel (Kiel) und der dänische Olympiasieger von 2008, Jonas Warrer, mit Anders Thomsen an der Vorschot auf den Plätzen drei und vier ein.

 Im Nacra17 fehlt dagegen die Top-Konkurrenz. So konnten Kohlhoff/Werner auch den ein oder anderen Fehler verkraften, um dennoch souverän mit fünf Siegen und einem zweiten Platz das Geschehen zu diktieren. „Wir nutzen die Gelegenheit, um hier unsere größten Fehlerquellen auszumerzen. Aber ganz optimal lief es noch nicht. Wir hatten eine Fast-Kenterung. Das darf uns bei dem Wind nicht passieren“, gab sich Steuermann Paul Kohlhoff vor der im Juli in Aarhus anstehenden Weltmeisterschaft selbstkritisch.

 Eine gute Möglichkeit, um die Reisekasse aufzubessern, ist die Kieler-Woche-Regatta für Laser-Segler Tobias Schadewaldt. Der Oldenburger hat extra seinen Abflug nach Kanada zur Weltmeisterschaft verlegt und liegt nach vier Wettfahrten klar auf Kurs Siegprämie (3000 Euro). „Ich war nicht beim Worldcup in Weymouth und habe mich überzeugen lassen, hier zu starten. Und das war eine gute Entscheidung. Es ist klasse Segeln hier“, so Schadewaldt. Auf seinen Trainingspartner Philipp Buhl, der bereits am Mittwoch nach Kanada fliegt, muss der Laser-Führende zwar im direkten Wettstreit verzichten, bekam aber bei der Regatta-Analyse einige Tipps von Buhl.

 Weitere Podiumsplätze haben die deutschen Segler im Frauen-Skiff und im paralympischen 2.4 im Fokus. Leonie Meyer/Elena Stoffers (Kiel) als Zweite sowie Jule und Lotta Görge (Kiel) als Dritte sind im 49erFX in der Verfolger-Position. Vor sich haben sie allerdings nur ein Mixed-Duo. Die Niederländer Annemiek Bekkering/Daniel Bramervaer nutzen die Chance der ungewöhnlichen Kombination, da die Klasse zur Kieler Woche offen ausgeschrieben ist.

 Im 2.4 bewahrheitete sich am zweiten Tag, was Heiko Kröger schon am ersten prophezeit hatte: „Ich segele hier mit einem neuen Boot und muss mich erst noch ein bisschen eingewöhnen.“ Die Führung von Sonnabend musste er zumindest gestern vorerst an den Norweger Björnar Erikstad abgeben. Für weitere internationale Führungen sorgen: Sime Fantela/Igor Marenic (Kroatien), Lara Vadlau/Jolanta Ogar (Österreich) bei den 470ern der Männer und Frauen, der Este Deniss Karpak im Finn und im Laser Radial die US-Amerikanerin Erika Reineke.

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