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Segelsport Perfekter Auftakttag
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19:15 17.06.2017
Von Niklas Schomburg
Perfekte Segelbedingungen zum Auftakt: Mit dem Welcome Race startete die 135. Kieler Woche in der Innenförder, später ging es auch vor Schilksee zur Sache. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

"Das war schon eine Besonderheit: Ein perfekter Tag am ersten Regattatag", sagte Organisationsleiter Dirk Ramhorst. Alle Klassen konnten die geplanten Wettfahrten in vollem Umfang absolvieren, und auch die Besucher im Olympiazentrum in Kiel-Schilksee profitierten vom strahlenden Sonnenschein. Kein Wunder also, dass die Stimmung auf dem Wasser und an Land bestens war.

Auf dem Weg nach Eckernförde

In zehn Startgruppen machten sich ab 9.30 Uhr die Dickschiffe bei Welcome Race und Aalregatta auf den Weg nach Eckernförde. In den vier ORC-Klassen gelangen die besten Ergebnisse der "Tutima" mit Kirsten Harmstorff-Schönwitz (ORC I, Hamburg), der "Sydbank" mit Torsten Bastiansen (ORC II, Flensburg), der "Static Electric" mit Heiko Päsler (ORC III, Cuxhaven) und der "Caelestia" von Olaf Höhn (ORC IV, Hohwacht), die mit einem Sieg im Rücken am Sonntag ins Rückrennen nach Kiel starten werden.

Segelbundesliga-Spektakel

Ab 11 Uhr bot die Segelbundesliga J/70-Spektakel auf der Förde, die 18 Klubs sind noch bis Montag beim dritten Spieltag gefordert. Mit zwei ersten und zwei zweiten Plätzen setzte sich dabei der Berliner Yacht-Club an die Spitze der Blitztabelle, gefolgt vom Bayerischen Yacht-Club und einer norddeutschen Phalanx aus Norddeutschem Regatta-Verein, Lübecker Yacht-Club und Wassersport-Verein Hemelingen. Der amtierende deutsche Meister, der Deutsche Touring Yacht-Club (DTYC) aus Tutzing ist nach dem ersten Tag Achter. "Auch wenn wir in den vergangenen drei Jahren sehr erfolgreich waren - unser erstes Ziel ist nicht der Erfolg, sondern der Ausbildungscharakter unseres Klubs", erklärte Norbert Wagner, Trainer und Manager des DTYC-Bundesligateams.

"Wir setzten immer wieder neue, junge Teams ein, die wir nachholen müssen, um Abgänge, etwa aus beruflichen Gründen, zu kompensieren." In Kiel ist eine junge Crew am Start, die im erst 16-jährigen Marco Tarabochia einen Debütanten an der Pinne hat. "Er hat sich einmal ein bisschen verschätzt und musste auf der Startkreuz dann kringeln, dadurch kam ein fünfter Platz zustande", sagt Wagner.

Internationale Segler setzten sich durch

Ab 13 Uhr gingen dann auch die internationalen Klassen auf die Bahnen. Im 91 Starter großen Feld der 29er setzten sich am ersten Tag die internationalen Segler durch: An der Spitze liegen Mikolai Staniul/Kajetan Jablonski (Polen) vor Theo Revil/Gautier Guevel (Frankreich) und Rok Verderber/Klemen Semelbauer (Slowenien). Alica Stuhlemmer, im 29er mit Emma Frederking unterwegs, fuhr nach einem sechsten Platz die Ränge 24, 34 und 30 ein - Gesamtrang 46. "Es ist sehr schwierig für uns, ich bin seit einem Jahr nicht mehr im 29er gesegelt, und Emma und ich müssen erst noch zueinander finden", sagte die Kielerin, die seit Sommer 2016 gemeinsam mit Tom Heinrich im Nacra17 segelt. "Wir sind ein paar Mal sehr unkoordiniert durchs Boot gelaufen." Ihr etatmäßiger Crewkamerad ist im ersten Teil der diesjährigen Kieler Woche an der Vorschot seines Bruders Ben unterwegs. "Wir haben es ganz gut hinbekommen, aber man merkt vor allem bei den Manövern, dass die perfekte Abstimmung fehlt", erklärte Tom Heinrich über Platz 15 nach dem ersten Tag. Im zweiten Teil wird das Team im Nacra17 wieder gemeinsam an den Start gehen.

Drei paralympische Segler vorn

Bei den 2.4mR, die im ersten Teil offen für behinderte und nicht-behinderte Segler ausgetragen werden, liegen mit Mathew Bugg (Australien), Heiko Kröger (Kiel) und Dee Smith (USA) drei paralympische Segler vorn. "Die 2.4mR ist ein spannendes und anspruchsvolles Boot, das keine Fehler verzeiht und in dem behinderte Segler ihren körperlichen Nachteil gut ausgleichen können", sagt Ulli Libor, nach drei Wettfahrten auf Rang fünf. "Man sieht es ja, die Segler mit Handicap liegen vorn, wir müssen schauen, dort mitzuhalten, und uns gelingt es manchmal, da mit hereinzukommen."

Dänen führen an

Im 505er führen nach Tag eins die Dänen Jørgen und Jacob Bojsen-Møller vor Wolfgang Hunger/Julien Kleiner (Strande/München) und Philippe Boite/Fontaine Mathieu (Frankreich), im Contender liegt mit Jesper Nielsen beinahe erwartungsgemäß ein Däne vorn, es folgen Christoph Homeier (Bremen) und der Niederländer Rene Heynen. In Abwesenheit der Brüder Helge und Christian Sach führen die Griechen Iordanis Paschalidis/Konstantinos Trigkonis das Formula18-Feld an, auf den Plätzen folgen Robert Schütz/Lea Kühl (Krefeld/Flensburg) und Finn Heeg/Kilian Feindt (Flensburg/Surendorf). Im Folkeboot kommt die Kieler "Ylva" mit Skipper Ulf Kipcke noch nicht richtig in Fahrt, liegt nach zwei Wettfahrten auf Rang sechs. Es führt Trudelmausgewinner Siegfried Busse vor Per Jørgensen aus Dänemark.

Alle Ergebnisse hier.

Hier finden Sie Bilder vom Segel-Auftakt zur Kieler Woche.
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