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Segelsport Goldener Abschluss des Offshore-Jahres
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19:51 05.10.2018
Von Niklas Schomburg
Auch die altehrwürdige "Germania VI" des Kieler Yacht-Clubs nahm die 75 Seemeilen von Kiel bis Travemünde in Angriff. Quelle: Dr. Udo Ott
Kiel

75 Seemeilen mit warmen Temperaturen, einer kurzen Startkreuz, langen Spinnakerkursen und ab Fehmarn anstrengenden Meilen per stumpfer Kreuz durch "Hack" - die Regatta Kiel-Travemünde verlangte den Nachwuchscrews einiges ab. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Event", sagte Patrick Schmidt von der Schulungsgruppe des Kieler Yacht-Clubs. "Mit elf Booten hatten wir eine Rekordteilnehmerzahl seit der Neuauflage der Regatta 2014." Acht von ihnen lieferten sich bei bestem Wetter einen heißen Kampf um den Commodore Cup, den Kern der Regatta, den Segler bis zu einem Alter von 28 Jahren gewinnen können. Nicht minder spannend war es im Rennen um die Burmester Schale, das ohne Altersbeschränkung ausgesegelt wird. Die erste Belohnung: das Einlaufen ins Ziel mit gleichzeitigem Sonnenuntergang.

"RubiX" sichert sich die Burmester Schale

In der offenen Klasse war auch Schmidt mit der "Arndt" des KYC unterwegs. "Wir sind in dieser Konstellation vorher noch nie zusammengefahren, daher sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis", sagte Schmidt über Platz zwei hinter der Hamburger "RubiX". "Die ,RubiX' ist viel mehr auf Regatta getrimmt als wir, die Crew ist eingespielter. Sie waren besser und haben verdient gewonnen." Platz drei in dieser Wertung ging an die Kieler "Germania VI".

Rostocker "Universitas" holt den begehrten Commodore Cup

Den Sieg im Kampf um den Commodore Cup sicherte sich nach berechneten 12 Stunden, 57 Minuten und 58 Sekunden die "Universitas" (Rostock) mit Steuerfrau Friederike Matthes. Die Kieler "Zukunft IV" landete sowohl nach berechneter als auch gesegelter Zeit auf Rang drei und schloss damit ein hervorragendes Segeljahr gut ab. "Wir haben das Maximum aus dem Schiff rausgeholt", resümierte Steuermann Niklas Schubert, Obmann der KYC-Yachtschule. "Wir konnten wie schon bei anderen Regatten in diesem Jahr zeigen, dass wir Potenzial haben, vorne mitzufahren, obwohl unser Schiff fast 30 Jahre alt und seit 20 Jahren im Schulungsbetrieb ist."

Rotierende Wache für beste Segelausbildung

Für die beiden Crews von Schulungsgruppe und Yachtschule des KYC standen auch bei der Regatta Kiel-Travemünde gute Stimmung und der Ausbildungscharakter im Vordergrund. "Das ist eine schöne Regatta, wo man natürlich sportlich ambitioniert segeln sollte, aber der Spaß wichtig ist und sich junge Segler mal trauen sollen, Verantwortung zu übernehmen und sich auszuprobieren", erklärte Schubert. An Bord der "Zukunft IV" arbeiteten die Nachwuchssegler daher mit einem rotierenden Wachsystem. "So sitzen auch die Unerfahreneren nicht nur auf der Kante, sondern machen verschiedene Dinge wie zum Beispiel den Spi-Trimm oder Ähnliches", sagte Schubert. "Ich will nicht um jeden Preis gewinnen, sondern erreichen, dass jeder an Bord etwas lernt."

Ausbildungsprinzip zahlt sich aus

Die 75 Seemeilen von Kiel nach Travemünde zeigten den Kieler Nachwuchsseglern, dass der eingeschlagene Weg in der Offshore-Ausbildung Früchte trägt. "Unser Ausbildungsprinzip hat sich bezahlt gemacht. Wir fühlen uns darin bestätigt, dass es sinnvoll ist, Mittel- und Langstrecken zu segeln und der Materialschlacht auf Up-and-Down-Rennen aus dem Weg zu gehen", sagte Patrick Schmidt. "Wir können und werden auf dieses Jahr in der Zukunft definitiv aufbauen und den Weg weitergehen." Der ambitionierte Plan für das kommende Jahr: eines der beiden Schiffe zum Fastnet Race zu schicken.

Bilder von der Regatta Kiel-Travemünde.
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