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Scheel/Feilcke aus Kiel auf Platz fünf

U19-WM Scheel/Feilcke aus Kiel auf Platz fünf

Freude und Enttäuschung bei den deutschen Seglern nach den Youth Worlds in Sanya. Bei der U19-Weltmeisterschaft auf der chinesischen Insel Hainan konnten die Kielerinnen Maru Scheel und Freya Feilcke mit Gesamtrang fünf restlos überzeugen.

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Die Kieler 29er-Crew Maru Scheel (li.) und Freya Feilcke fuhr mit Gesamtrang fünf das beste deutsche Ergebnis bei den Youth Worlds im chinesischen Sanya ein.

Quelle: Jesus Renedo/Sailing Energy

Sanya/Kiel.. Auch das Nacra15-Duo Silas Mühle/Romy Mackenbrock fuhr mit Platz sieben ein gutes Ergebnis ein. Laser-Radial-Seglerin Hannah Anderssohn konnte ihre Leistung indes nicht aufs Wasser bringen und wurde 18., auch die 29er-Crew Tobias Matern/Bendix Hempel (Flensburg/Kiel) zahlte im topbesetzten Feld Lehrgeld und wurde 26.

„Wir sind super zufrieden, vorher war es unser Ziel, in die Top Ten zu fahren“, sagte Maru Scheel (Kieler Yacht-Club), die mit Vorschoterin Freya Feilcke (Wind und Welle) von Beginn an in der Spitzengruppe segelte. „Ein fünfter Platz ist einfach toll, schließlich segelt man gegen das jeweils beste Mädchenteam einer Nation.“ Gegen Margherita Porro und Sofia Leoni war in den böigen und drehigen Windbedigungen direkt unter Land kein Kraut gewachsen, die Italienerinnen sicherten sich mit 30 Punkten Vorsprung souverän den WM-Titel. Dahinter aber war es eng, und Scheel/Feilcke setzten in der letzten Wettfahrt alles auf eine Karte. „Wir haben im Laufe der Regatta immer mehr an Sicherheit gewonnen“, erklärte Scheel. „Und vor dem letzten Rennen war klar, dass wir nicht schlechter als Neunte werden können. Also konnten wir nochmal voll angreifen.“ Der Lohn war Platz vier und Gesamtrang fünf mit nur acht Punkten Rückstand auf Platz zwei – das beste deutsche Ergebnis.

Die Skiff-Kollegen Matern/Hempel mussten sich mit Platz 26 unter 30 Startern zufrieden geben. „Wir sind deutlich hinter unserer Zielsetzung, den Top 15, gelandet und dementsprechend enttäuscht“, sagte Bendix Hempel, der gemeinsam mit seinem Flensburger Steuermann mit dem Revier kämpfte. „Es war sehr böig und drehig, das hat es uns nicht leicht gemacht. Und wir haben gemerkt, dass wir seit der EM im Sommer kein erstklassig besetztes Event mehr gesegelt sind.“ Die Crew verbuchte das Abenteuer WM unter der Kategorie „Erfahrung sammeln“: „Wir haben jeden Tag viel dazugelernt und uns im Laufe der Regatta verbessert, sind mit jedem Start selbstbewusster geworden“, sagte Hempel. „Wir wissen jetzt, woran wir bis zur EM 2018 in Helsinki arbeiten müssen.“

Laser-Radial-Seglerin Hannah Anderssohn, bei den Youth Worlds 2016 im neuseeländischen Auckland nur knapp an einer Medaille vorbeigeschrammt, fand in China nicht richtig in die Regatta. „Es begann alles andere als perfekt mit dem Fehlstart“, sagte Anderssohn über das erste Rennen. „Durch nur einen einzigen Streicher war sofort der Druck da, sich nichts mehr erlauben zu dürfen – damit konnte ich leider nicht ganz umgehen.“ Auch die 18-Jährige kämpfte mit den Bedingungen. „Die lagen mir überhaupt nicht, es gab extreme Windlöcher und krasse, unvorhersehbare Dreher“, erklärte sie. Als im achten Rennen auch noch der Niederholer riss, war das Pech perfekt. Immerhin konnte Anderssohn im letzten Rennen mit einem Tagessieg zeigen, was in ihr steckt. Mehr als Gesamtrang 18 war aber nicht drin. Die Laune der Wahl-Kielerin war dennoch gut: „Ich bin keineswegs enttäuscht. Ich habe mir nicht so viel vorzuwerfen, wie die Ergebnisse es vermuten lassen. Und ich hatte sehr viel Spaß, vielleicht sogar den meisten bei einem Wettkampf seit zwei Jahren.“

Für die deutschen Segler waren die Youth Worlds in aller erster Linie ein tolles Erlebnis – Kulturschock inklusive. „Den wird man so schnell nicht los“, erklärte Maru Scheel. „China war sehr beeindruckend. Man lernt auch seine eigene Kultur viel besser kennen, da einem die Unterschiede sehr stark vor Augen geführt werden.“ Auch Hempel betonte die positiven Erfahrungen auf und neben dem Wasser. „Wir haben viele Segler aus verschiedenen Ländern kennen gelernt und viel über die chinesische Kultur erfahren. Auch die Natur auf Hainan hat uns sehr beeindruckt“, sagte der junge Kieler.

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