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Segelsport DSV-Segler zuversichtlich Richtung Tokio
Sport Segelsport DSV-Segler zuversichtlich Richtung Tokio
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20:34 13.08.2018
Von Niklas Schomburg
Die deutschen Bronzemedaillengewinner der Segel-WM in Aarhus: Die 49er-Crew Tim Fischer (re.) und Fabian Graf (li.) mit Laser-Segler Philipp Buhl. Quelle: Lina Nagel/German Sailing Team
Aarhus/Kiel

„Wir haben unser Medaillenziel erfüllt, die angepeilte Anzahl an Olympia-Startplätzen aber nicht erreicht“, fasste DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner zusammen. „Wir sind in einigen Disziplinen aus unterschiedlichsten Gründen sehr knapp gescheitert. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass wir die Tickets in allen acht Segel-Disziplinen lösen werden.“ Fünf deutsche Startplätze waren das Ziel, drei sind es geworden: Neben Philipp Buhl im Laser und den starken 49er-Crews konnte auch Laser-Radial-Seglerin Svenja Weger als 26. und damit 18. im Nationenranking die Tokio-Teilnahme einfahren. Und damit im Vergleich zu 2016 ein Plus setzen: In der Einhandjolle war in Rio keine Deutsche am Start.

"Keine überhastete Analyse"

Die Skiffseglerinnen im 49erFX (beste Platzierung: 17) blieben ebenso wie die männlichen 470er-Segler (19) und ihre weiblichen Zweihandkolleginnen (13) hinter den Erwartungen zurück. Vor allem die DSV-Athletinnen waren im Verlauf der Saison eine echte Bank, fuhren reihenweise Weltklasse-Ergebnisse ein und hatten so im Vorfeld der WM gar leise Medaillenhoffnungen geschürt. In Aarhus herrschten dagegen Enttäuschung und Ratlosigkeit. „Wir haben wirklich keine Ahnung, was hier passiert ist – und das ist das Schlimmste“, sagte etwa FX-Vorschoterin Susann Beucke. Nach den Gründen wird nun gefahndet. „Ich bin keine Freundin von überhasteten Analysen und hektischen Entscheidungen“, erklärte Stegenwalner. „Wir werden uns gemeinsam mit Trainern und Sportlern die Zeit nehmen, die es benötigt.“

Weltcup in Enoshima im September

Für die 470er, 49erFX und Nacras bieten sich die nächsten Gelegenheiten auf Nationentickets bei den Weltmeisterschaften im kommenden Jahr. Und auch das Segeljahr 2018 ist nach dem Saisonhöhepunkt noch nicht beendet: Vom 9. bis 16. September sind viele DSV-Crews beim Weltcup im Olympiarevier von Enoshima im Einsatz. „Der Fokus wird dort etwas anders sein“, sagte Stegenwalner. „Dort stehen zwar auch gute Platzierungen, vor allem aber das Lernen und das Sammeln von Erkenntnissen im Mittelpunkt.“

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