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Deutsche Hockey-Herren verlieren 1:4 gegen England


Nach der historischen 1:4-Pleite gegen England schlichen die deutschen Hockey-Herren bei der Champions Trophy in Melbourne bedient vom Platz. Nichts erinnerte mehr an die Euphorie nach dem 3:2-Auftaktsieg gegen Neuseeland vom Vortag.
Niklas Grell (oben) stolpert über den Engländer Nick Catlin.

Niklas Grell (oben) stolpert über den Engländer Nick Catlin.

© Grant Treeby

Melbourne. "Wir haben einfach nicht gut gespielt, nachdem wir es gestern überraschend sehr gut gemacht haben", sagte Kapitän Moritz Fürste nach seinem 200. Länderspiel. Torwart Felix Reuß zeigte sich von der Niederlage besonders getroffen. "Das habe ich mir anders vorgestellt - so eine Klatsche", meinte der Mülheimer nach seinem Länderspieldebüt im A-Kader.

England hatte von zwei frühen Abwehrfehlern der Deutschen profitiert und war so durch Treffer von Adam Dixon und Harry Martin in Führung gegangen. "Das waren Standardfehler", monierte Bundestrainer Markus Weise. Die Hauptursache der Niederlage sah er aber im körperbetonten Spiel des Gegners, dem sein junges Team noch nicht gewachsen war. "Die haben uns den Schneid abgekauft." Der Europameister hatte dank eines Eigentors des Engländers Richard Smith auf 1:2 verkürzt, doch kurz vor der Pause sorgte Mats Grambusch ebenfalls per Eigentor für den 1:3-Rückstand.

In der zweiten Halbzeit erwies Niklas Grell seinem Team mit der Gelb-Roten Karte nach wiederholtem Foulspiel einen Bärendienst. Der Frankfurter zog sich beim groben Foul am Engländer Barry Middleton selbst auch einen Außenbandriss im Fuß zu und wird den Rest des Turniers ausfallen. Nach der Begegnung belegte der Weltverband FIH Grell noch mit einem Spiel Sperre. "Wenn er die Verletzung nicht hätte, gäbe es vielleicht einen ziemlichen Einlauf, aber so ist er schon gestraft genug", verriet der Bundestrainer.

Als Oskar Deecke in der Schlussphase auch noch eine Zeitstrafe kassierte, markierte Englands Darren Cheesman in doppelter Überzahl das 4:1. Der erste Sieg über Deutschland in der Trophy-Geschichte war damit perfekt. "Für mich war das kein gelb-würdiges Foul", schimpfte Olympiasieger Deecke, aber das war unerheblich. Das stark verjüngte deutsche Team musste Lehrgeld bezahlen. Das 3:2 gegen die Neuseeländer durch Tore von Tobias Matania, Debütant Jan Christopher Rühr und Oliver Korn schien weit weg zu sein.

Bundestrainer Weise wird seinem Team an diesem Montag jetzt erstmal trainingsfrei geben. Am Dienstag (07.30 Uhr) steht dann das dritte und letzte Gruppenspiel gegen Indien an. Die Inder haben bislang mit ihren Siegen gegen England (3:1) und Neuseeland (4:2) überrascht.

dpa

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