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Alarmstimmung bei Real: Ronaldo ist "unglücklich"

Fußball Alarmstimmung bei Real: Ronaldo ist "unglücklich"

Cristiano Ronaldo ist traurig. Der Fußball-Strahlemann freut sich nicht mehr über seine Treffer für Real Madrid. Zwar schoss der Portugiese den spanischen Rekordmeister zum ersten Punktspielsieg der Saison, aber der 27-Jährige will seine Treffer einfach nicht bejubeln.

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Cristiano Ronaldo ist nicht mehr glücklich über seine Tore für Real Madrid.

Quelle: Juan Carlos Hidalgo

Madrid. Nach seinen zwei Toren beim 3:0-Erfolg der "Königlichen" über den FC Granada verkniff sich der Weltstar demonstrativ jede Feier-Geste. Er blickte vielmehr so grimmig drein, als hätte er den Ball ins eigene Tor geschossen. "Was ist los mit Ronaldo?", fragten sich die Fans im Bernabéu-Stadion.

"Ich habe nicht gejubelt, weil ich nicht glücklich bin", erläuterte der Torjäger nach dem Spiel. Seine Traurigkeit habe keine persönlichen, sondern rein professionelle Gründe. "Die Verantwortlichen im Verein wissen, was los ist." Mehr wollte Ronaldo nicht verraten. Er löste damit nicht nur eine Welle von Spekulationen aus, sondern sorgte auch im Verein für Unruhe. Die Radiosender Cadena Ser und Cope berichteten, der Portugiese habe dem Clubchef Florentino Pérez den Wunsch unterbreitet, Real zu verlassen. "Er hält es nicht mehr aus", titelte das Sportblatt "Marca".

Allerdings ist ein Weggang von Ronaldo ein wenig realistisches Szenario. Real hatte für den Torjäger 2009 eine Ablösesumme von 94 Millionen Euro gezahlt. Damit ist der "CR7" bis heute der teuerste Fußballer der Welt. Sein Jahresgehalt wird auf zehn Millionen Euro beziffert. Kaum ein Club kann solche Summen aufbringen. Zudem wird Real seinen wichtigsten Spieler, der in 149 Pflichtspielen 150 Treffer erzielte, kaum ziehen lassen.

Das Sportblatt "As" vermutet, es gehe dem Portugiesen in Wirklichkeit darum, seinen bis 2015 laufenden Vertrag aufzubessern. "Cristiano verdient eine Menge, aber nicht mehr als der Ersatzmann Kaká. Spieler wie Zlatan Ibrahimovic oder Samuel Eto'o bekommen noch mehr Geld", schreibt das Blatt.

In anderen Spekulationen wird Ronaldos Schmollen damit erklärt, dass der Torjäger mit seinen Teamkameraden nicht zurechtkomme. "Er fühlt sich einsam im Kader und glaubt, dass einige Mitspieler ihn schneiden", schreibt die Zeitung "El Mundo". Ronaldo soll sich besonders über die Äußerung von Linksverteidiger Marcelo geärgert haben, wonach Torwart Iker Casillas den Titel des Weltfußballer des Jahres verdient habe. Gerade um diese Auszeichnung, die zuletzt immer an Lionel Messi ging, kämpft Ronaldo seit Jahren wie verbissen.

Der verweigerte Torjubel brachte dem Portugiesen bittere Kritik ein. "Ronaldo lässt es an Respekt für die Fans mangeln, die das Team mit allen Kräften anfeuern", betonte der Kolumnist Antonio Romero in "As". "Er stellt seine egoistischen Interessen über die des Vereins. Wenn er mehr Geld will, soll er das sagen."

dpa

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