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Alonsos Ziel für Monza: "Rennen vor Vettel beenden"

Motorsport Alonsos Ziel für Monza: "Rennen vor Vettel beenden"

Ein Sieg beim Ferrari-Heimrennen im Königlichen Park wäre für Fernando Alonso die Krönung. Aber im Hinblick auf das Titelrennen genießt das Duell mit seinem härtesten Verfolger Sebastian Vettel Priorität.

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Das wichtigste für Fernando Alonso ist das Rennen in Monza vor Sebastian Vettel zu beenden.

Quelle: Valdrin Xhemaj

Monza. "Wir müssen uns darauf konzentrieren, wer Zweiter ist", sagte der Spanier vor dem Großen Preis von Italien in Monza. "Derzeit ist das Vettel, weshalb wir an diesem Wochenende das Rennen vor ihm beenden müssen, so wie wir vorher vor Webber landen wollten."

Vor dem 13. Saisonlauf an diesem Sonntag liegt Alonso (164) noch 24 Punkte vor dem ebenfalls zweimaligen Champion Vettel (140). Im schlimmsten Fall könnte der WM-Spitzenreiter ausgerechnet beim für Ferrari und die Formel-1-verrückten Tifosi prestigeträchtigsten und wichtigsten Grand Prix die Führung verlieren. Sollte Alonso wie zuletzt in Spa ohne Zähler bleiben und Vettel durch seinen dritten Sieg auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke das Maximum von 25 Punkten einfahren, läge der Deutsche nach dem Europa-Finale um einen Zähler vorn.

Der spektakuläre Massencrash beim Großen Preis von Belgien mit dem unverschuldeten Aus in der ersten Kurve hatte für Alonso zwar keine gesundheitlichen Folgen, brachte ihm aber gravierende Nachteile im WM-Rennen. "Ich bin fit", versicherte der Spanier jetzt in Monza. "Als ich am Montag aufwachte, waren auch die Rückenprobleme weg." Der Nuller in Belgien schmerzt dagegen immer noch. Platz zwei wäre für den fünf Startpositionen vor Vettel ins Rennen gegangenen Alonso realistisch gewesen. Damit wäre sein Vorsprung weiter gewachsen. Nun ist er geschmolzen.

Erschwerend kommt hinzu, dass der F2012 nicht das schnellste Auto im Feld ist. Vettels Red Bull und der McLaren gelten als besser als die "Rote Göttin". "Wir haben kein Siegauto. Es ist alles Fernandos Verdienst", sagte Teamkollege Felipe Massa. "Er ist derzeit in der Form seines Lebens. Bis Spa ist er elf perfekte Rennen gefahren." Alonso hatte schon früher bemängelt: "Wir haben zwar die meisten Punkte, aber nicht das beste Auto."

Der 31 Jahre alte Asturier kritisierte besonders die mangelnde Konkurrenzfähigkeit im Qualifying: "Uns fehlten acht Zehntel auf die Pole-Position in Ungarn und auch acht Zehntel in Spa." Die Qualifikation in Belgien liege erst ein paar Tage zurück, weshalb er nicht davon ausgehe, dass Ferrari diese acht Zehntel "durch einen magischen Knopf" aufholen könne.

Dass Alonso dennoch bislang drei Siege einfuhr, unterstreicht seine Extra-Klasse. Allerdings ist speziell im 5,793 Kilometer langen Autodromo Nazionale di Monza eine optimale Startposition entscheidend für den Sieg. In den zurückliegenden sechs Jahren ging der Italien-Gewinner jeweils von der Pole-Position ins Rennen.

Wenn schon vom Auto nicht mehr zu erwarten ist, setzt Alonso seine Hoffnungen auf die Ferraristi. "In Monza bringen uns die Fans ein paar PS mehr", sagte der PR-Profi und kurbelte damit die Leidenschaft und Emotionen weiter an. "Ein Sieg hier ist immer etwas ganz Besonderes", betonte Alonso, der in Monza schon zweimal triumphierte, darunter 2010 in seinem ersten Ferrari-Jahr.

Und sollte es in dieser Saison auch im dritten Anlauf mit dem ersehnten ersten WM-Titel mit der Scuderia nicht klappen, hat der Doppel-Champion ja noch mindestens vier weitere Jahre Zeit. Selbst das Vertragsende ist für Alonso nicht das definitive Karriereende. "Wenn ich nach 2016 noch hungrig bin, mache ich weiter. Aber nur bei Ferrari", versprach er.

dpa

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