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Handballer starten mit klarem Sieg in EM

Auftakt geglückt Handballer starten mit klarem Sieg in EM

Start nach Maß: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat ihr Auftaktmatch bei der Europameisterschaft in Kroatien am Sonnabendnachmittag in Zagreb deutlich gewonnen. Beim 32:19 (17:9) erwies sich Montenegro phasenweise nur als besserer Sparringspartner.

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Deutschlands Uwe Gensheimer jubelt nach einem Tor.

Quelle: Monika Skolimowska/dpa

Zagreb. Bester Torschütze war Kapitän Uwe Gensheimer mit neun Treffern. Zehn Minuten vor dem Ende sorgte THW-Torwart Andreas Wolff für eine Schrecksekunde, der sich auf der Bank am Fuß behandeln lassen musste.

Bundestrainer Christian Prokop hatten in der Vorrunde einen „Hexenkessel“ in der Arena Zagreb erwartet. Drei Gegner in der Vorrunde, dreimal Balkan, und das in Kroatien. Doch am Sonnabend klaffen in dem weiten Rund riesige Lücken, stimmungstechnisch ist die Arena fest in der Hand von bass-wummernder Pop-Musik und deutschen Fans. Mehr als 4000 sind in dem 15200 Zuschauer fassenden Bau bei Anpfiff nicht da. Spannend wird es unmittelbar vorher. Wen würde der Bundestrainer zuerst aufbieten? Der Abwehr-Innenblock mit Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler überrascht wenig, daneben und im halblinken Rückraum bekommt Greenhorn Maximilian Janke eine Chance, muss seiner fehlenden Erfahrung allerdings schon nach elf Minuten mit zwei Zeitstrafen Tribut zollen. „Gegen die 4:2- oder 3:3-Deckung der Montenegriner wollten wir mit Max Janke den Ball noch schneller nach vorne transportieren.“

Das klappt. In der Folgezeit spielen die Bad Boys wie aus einem Guss, ziehen von 4:3 (12.) auf 13:3 (22.) davon. Der Gegner vom Balkan spielt statisch im Angriff, hinter einer konsequenten, bissigen Deckung hat der starke Andreas Wolff, der später zur Ehrung als „Man of the match“ humpelt, leichtes Spiel. Die Defensivbemühungen Montenegros, das mit zwei offensiven Akteuren in eine 4:2-Formation geht, manchmal sogar in einer 3:3 verteidigt, verpuffen. Ohne seine verletzten Topstars Vuko Borozan vom Champions-League-Sieger Vardar Skopje und Torwart Nebojsa Simic (MT Melsungen) bricht der erste Gegner der Bad Boys in der Vorrundengruppe C auseinander. Die klare Führung, die Deutschland vom 17:9 zur Pause zwischenzeitlich auf zwölf Tore ausbaut (24:12/42.) gibt dem Bundestrainer Gelegenheit zu rotieren. Im Innenblock harmonieren Neuling Bastian Roscheck und Julius Kühn ebenso wie später Janke und Roscheck oder Janke und der Kieler Patrick Wiencek. Gensheimer, Kühn, Paul Drux stechen aus einem variablen Angriff hervor. 

„Es war wichtig, dass alle Spieler auch hier in der Arena in Zagreb ins Turnier starten konnten. Die Stimmung wird sicher am Montag ganz anders werden“, resümiert Prokop und gibt in Sachen Verletzung von Andreas Wolff Entwarnung: „Ich denke, wir müssen uns keine Sorgen machen. Er hatte schon am Morgen Schmerzen im Fuß, hat aber nach dem Spiel gesagt, dass es nicht so schlimm ist.“ So richtig zum Hexenkessel geriet die Arena schließlich im Anschluss beim Duell zwischen Slowenien und Mazedonien. „Ich hatte mit einem Hexenkessel der Montenegriner gerechnet, aber es waren ja viel mehr Deutsche in der Halle“, sagte Patrick Wiencek. Die Bad Boys treffen am Montag (18.15 Uhr) auf Slowenien mit dem THW-Spielmacher Miha Zarabec und dem Ex-Kieler Vid Kavticnik. 

Statistik

Deutschland: Wolff (1.-50. Minute/12 Paraden), Heinevetter (ab 50./4) – Gensheimer 9/5, Wiencek 2, Reichmann 1, Pekeler, Weinhold 3, Roscheck, Weber 3, Fäth 1, Groetzki, Häfner 2, Janke, Kühn 3, Kohlbacher 3, Drux 5.

Montenegro: Mijatovic (1.-22. und ab 31.-46. Minute/6 Paraden), Mijuskovic (22.-30., ab 46. und bei einem 7m/3) – Cavor, Lazovic, Pejovic 1, Markovic, M. Vujovic 1/1, Radojevic, Simovic 1, S. Vujovic 1, Sevaljevic 1/1, Bozovic 4, Lasica 1, Andjelic 2, Grbovic, Lipovina 7.

Schiedsrichter: Pichon/Reveret (Frankreich) – Strafminuten: GER 16 (3x Janke, 2x Weinhold, Kohlbacher, Weber, Roscheck), MNE 8 (Sevaljevic, Lazovic, M. Vujovic, Markovic) – Disqualifikation (3x2): Janke (60.) – Siebenmeter: GER 6/5 (Gensheimer scheitert an Mijatovic), MNE 3/2 (Wolff pariert Sevaljevic) – Spielfilm: 2:0, 3:2 (8.), 5:3, 13:3 (22.), 14:5, 16:7 (28.), 17:9 – 18:9, 20:12 (38.), 24:12, 28:14 (50.), 29:17, 31:17 (57.), 32:19 – Zuschauer:  8000 in der Arena Zagreb.

EM-Auktion im Handballbahnhof

Im Kieler Handballbahnhof wurden am Sonnabend die ersten Handball-Shirts für den guten Zweck versteigert. Alle Informationen dazu finden Sie hier.

 

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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