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Sportmix DFL: Umsetzung des Sicherheitspaketes am 12. Dezember
Sport Sportmix DFL: Umsetzung des Sicherheitspaketes am 12. Dezember
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16:06 27.09.2012
Peter Peters stellte den Maßnahmenkatalog vor. Quelle: Friso Gentsch

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Beschlüsse wurden gut zwei Monate nach dem von viel Hysterie begleiteten Sicherheitsgipfel und der Berliner Innenministerkonferenz jedoch nicht getroffen. Die Clubs haben bis zum 22. Oktober Zeit, sich zu den von Peter Peters, Vize-Präsident des Ligaverbandes, präsentierten Punkten zu äußern. Auf der nächsten Versammlung des Ligaverbandes am 12. Dezember sollen dann Fakten geschaffen werden.

"Es war heute nicht der Tag der Entscheidungen, sondern der Diskussion und der Vorstellung von Vorarbeiten", sagte Ligapräsident Reinhard Rauball. "Dem Ligavorstand ist es sehr wichtig, dass die Clubs, bei aller Eile die wir haben, Zeit bekommen, die Vorschläge zu prüfen", sagte Rauball. Gleichwohl machte der Präsident von Borussia Dortmund deutlich, dass die Vereine in der Pflicht stehen. "Die Clubs müssen ihre Hausaufgaben machen."

Zudem mahnte Rauball ein geschlossenes Auftreten aller Vereine im Verhältnis mit den Fußball-Fans an. "Es kann nicht sein, dass sich einige einzelne Vereinsvertreter bei den Fans profilieren. Es muss eine starke Haltung der Clubs geben, sonst werden wir das Problem, das wir vor allem zu Ende der vergangenen Saison hatten, nicht in den Griff bekommen."

Gegen Ende der letzten Spielzeit war es in der Ersten und Zweiten Liga wiederholt zu Ausschreitungen und Vorfällen mit Pyrotechnik gekommen. Beim Sicherheitsgipfel am 17. Juli in Berlin hatten die Vereine daher bereits einen Verhaltenskodex verabschiedet, in dem sie jede Form von "Gewalt, Rassismus, Diskriminierung und Pyrotechnik" verurteilten.

Mit dem nun vorgestellten Maßnahmenkatalog versucht die Deutsche Fußball Liga auch, Handlungsstärke zu beweisen und ein wenig die Hektik aus der Diskussion zu nehmen. In der Vergangenheit hatten einzelne Politiker immer wieder mit polemischen Forderungen nach Fußfesseln oder Nacktscannern in den Arenen für Unmut bei den Anhängern gesorgt.

Auch die Abschaffung von Stehplätzen war seitens der Politik in der phasenweise unsachlichen Diskussion häufig gefordert worden. Rauball wies dies erneut vehement zurück. "Wir werden bis zuletzt dagegen kämpfen", erklärte der Jurist. "Uns allen ist klar, die Stehplätze gehören zur gelebten und historischen Fußballkultur in Deutschland. Sie sind das Letzte, was wir abschaffen wollen." Der Dialog mit den Fans sei ein "wichtiger Baustein". "Wir müssen miteinander und nicht übereinander reden", sagte Rauball, der aber auch an die Vernunft der Anhänger appellierte.

Die Clubs wollen laut Peters mit "praktikablen und wirkungsvollen Maßnahmen" die Probleme in den Griff bekommen. Dazu zählen vor allem auch stärkere Sanktionen. So sollen die Sicherheitsvorschriften Bestandteil der Lizenzierungsordnung werden, womit die DFL bei Verstößen auch Strafen aussprechen kann. Im Gespräch ist zum Beispiel die Einbehaltung von Fernsehgeldern. Bislang waren solche Urteile der Sportgerichtsbarkeit des Deutschen Fußball-Bundes vorbehalten.

Auch zum Thema Tortechnologie sollen sich die Vereine bis zum 22. Oktober äußern. Der Ligavorstand hatte sich für die Einführung technischer Hilfsmittel ausgesprochen. Folgen die Clubs dieser Empfehlung, will die DFL in Absprache mit den Vereinen und dem Deutschen Fußball-Bund entscheiden, in welchen Ligen die Technologie eingesetzt wird und welche Anbieter zum Zuge kommen.

dpa

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