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Sportmix Der Name Elwardt bürgt für Qualität
Sport Sportmix Der Name Elwardt bürgt für Qualität
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16:59 18.09.2009
Owschlag

Beispielhaft für viele „Junge Wilde“ fiebert Ina-Lena Elwardt als Leichtgewicht auf schnellen Beinen am heutigen Sonnabend (17 Uhr) fortan einer ebenso erfolgreichen Heimpremiere im schweren Duell mit dem aktuell ersten Spitzenreiter SV Fortuna Neubrandenburg entgegen.

Es gibt Spielerinnen, die durch imposante Wurfkraft bestechen oder Tempogegenstöße perfekt beherrschen. Weiterhin gibt es kreative Defensivkünstler, an denen kaum ein Gegner leicht vorbeikommt. Owschlags Ina-Lena Elwardt gehört eher zur Spezies der Unauffälligen, die oft 60 Minuten im Dienst ihrer Mannschaft stehen, statt im Rampenlicht und trotzdem neben wichtigen Ballgewinnen selbst durchschnittlich fünfmal pro Spiel das Tor trifft.

Zur Saison 2000/01 wagte sie als gebürtige Bordesholmerin den Sprung auf die ganz große Handball-Bühne und heuerte parallel zum Studium an der FH Hamburg beim Bundesliga-Verein Buxtehuder SV an. Mit dem Perspektivkader II stieg Ina-Lena Elwardt dann in die Regionalliga auf und nahm später sogar am europäischen Challenge-Cup sowie dem nationalen Pokal-Final-Four teil. Warum es doch nicht zur Stammkraft reichte, lag allein an ihrer Konstitution, denn trotz 178 Zentimeter Körpergröße ist die Rückraumspielerin ein Leichtgewicht. „Für uns allerdings ein echter Vorteil“, schwärmt TSVO-Trainer Christian Hungerecker von den vielen Stärken seiner Allrounderin. „Elli ist unser konstant guter Erfolgsfaktor. Dank ihrer schnellen Beinarbeit können wir selbst defensiv das Abwehrsystem splitten, ohne Distanzwürfe nehmen zu müssen. Vor allem ist sie sehr variabel einsetzbar, auch als Spielmacherin.“

Seit 2005 wirbelt Ina-Lena Elwardt zwischenzeitlich als diplomierte Bauingenieurin nun schon bei den „Jungen Wilden“ und war maßgeblich am Höhenflug bis zur Frauen-Regionalliga beteiligt. Trotz ihrer 40-plus-x-Stunden-Woche im Eckernförder Ingenieurbüro verpasst die 27-jährige Hobby-Saxofonistin keine Trainingseinheit, sondern ist bestes Beispiel, wie man Beruf und Leistungssport unter einen Hut bekommt. Die wenige Freizeit des glühenden THW-Fans - wen wundert es, denn Vater Klaus ist Ex-Spieler der Kieler sowie aktuelles Aufsichtsratsmitglied ist - gehört Labrador Karlson auf dem elterlichen Hof. Heute muss ihr Hund jedoch auf seinen Auslauf um den Bordesholmer See verzichten, denn das erste Heimspiel gegen Neubrandenburg wird alles andere als ein Spaziergang. „Fortuna gewann letzte Woche 35:17. Uns erwartet Volldampf. Wir haben aber auch wieder eine sehr starke Mannschaft, die prima harmoniert, obwohl hoher Konkurrenzdruck im Kader herrscht. Trotzdem weiß jeder, wo er steht“, plaudert Ina-Lena Elwardt aus Owschlags Nähkästchen, um nun wohl einmal mehr 60 Minuten unauffällig aber erfolgreich zum Teamgeist der „Jungen Wilden“ beizutragen.

rok

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