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Wo ist der Steuermann?

Bad Boys Wo ist der Steuermann?

Auf die Enttäuschung nach dem 25:26 bei der Handball-EM gegen Dänemark folgte bei der deutschen Nationalmannschaft am Montag im Teamquartier in Sveti Martin na Muri ein Frühstückscocktail aus Schock und Zuversicht.

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Auf der Spielmacherposition offenbarten die Bad Boys im Turnierverlauf die meisten Defizite. Steffen Weinhold wäre ein Kandidat für den Posten des Regisseurs, doch der Option mit einem Linkshänder erteilte der Bundestrainer bisher eine Absage.

Quelle: Sascha Klahn

Varazdin. Einerseits drückte der Ausfall von Paul Drux auf die Stimmung der Bad Boys (DHB-Vize Bob Hanning: „Das tut natürlich weh“). Andererseits lässt die Konstellation in der Hauptrundengruppe II weiterhin Hoffnungen zu, dass es am Mittwoch in Varaždin (20.30 Uhr/ZDF) gegen Spanien zu einem echten Finale um den Einzug ins Halbfinale kommen wird.

Am Sonntag hatte zunächst einmal nur Enttäuschung um sich gegriffen. Patrick Wiencek ließ seiner Wut freien Lauf, der starke Rune Dahmke saß frustriert auf dem Parkett der Arena Varaždin. Nach 20 Minuten hatte Bundestrainer Christian Prokop den Linksaußen für Kapitän Uwe Gensheimer gebracht, begründete später seinen Schritt: „Ich habe Uwe Gensheimer ausgewechselt, weil ich mit der Leistung auf Linksaußen bisher nicht hundertprozentig zufrieden war. Rune hat neue Energie, schnelle Antritte gezeigt, auch wenn wir in der ersten Welle noch zu selten den Pass spielen.“

Das Zebra war mehr als nur die angepeilte „Entlastung für Gensheimer“ (Prokop), tat der Mannschaft ebenso gut wie der zuvor eingeflogene Finn Lemke. „Rune hat einen tollen Charakter“, sagte dessen Kieler Kollege Steffen Weinhold. Die Frage ist nur: Bricht sich das Karma der Bad Boys bei diesem Turnier zu spät Bahn?

Defizite auf der Spielmacherposition

Was in erster Linie fehlt, ist ein effektiver Spielaufbau. „In der Mitte, da wo das Spiel gesteuert wird, müssen wir zulegen“, analysierte auch der Bundestrainer. Der unaufgeregte, aber meist fehlerarme Martin Strobel (Balingen) steht nicht mehr im Kader, einer Linkshänder-Option mit Steffen Weinhold hat Bundestrainer Prokop bisher eine Absage erteilt. Würde er seine Meinung ändern, wäre es wahrscheinlich, dass nicht Max Janke, sondern der Berliner Linkshänder Fabian Wiede für den verletzten Paul Drux in den Kader zurückkehrt.

Am Montag gab Prokop seinen erschöpften Schützlingen erst einmal frei. DHB-Vizepräsident Bob Hanning trauerte indes verpassten Chancen hinterher: „Wenn man ehrlich ist: Uns fehlt jetzt einfach ein Punkt aus der Vorrunde, das fällt uns jetzt auf die Füße.“

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