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Sportmix Die deutschen WM-Gruppengegner im Check
Sport Sportmix Die deutschen WM-Gruppengegner im Check
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12:16 19.01.2017
Gegner im ersten Spiel: Ungarns Star Laszlo Nagy. Quelle: Foto: imago
Rouen

Der Kapitän kehrt zurück. Nach dem Tod seines Vaters können die deutschen Handballer beim WM-Auftakt Freitagabend gegen Ungarn (17.45 Uhr) wieder auf Uwe Gensheimer setzen. Der Linksaußen reiste am Donnerstag ins deutsche Teamhotel in Rouen nach. „Das hätte mein Vater so gewollt“, sagte er.

In der Gruppe C trifft Deutschland neben Ungarn auch noch auf Chile, Saudi-Arabien, Weißrussland und Kroatien. Markus Baur, Weltmeister 2007 und Kandidat auf die Nachfolge von Bundestrainer Dagur Sigurdsson („Ich weiß aktuell wirklich nicht, ob ich es werde“), analysiert die deutschen Gegner.

Ex-Nationalspieler und aktuell Trainer beim Bundesligisten TVB Stuttgart: Markus Baur. Quelle: imago

Ungarn (Freitag, 17.45 Uhr)

An guten Tagen kann die Mannschaft um Superstar Laszlo Nagy jeden Gegner in Verlegenheit bringen – doch gute Tage sind selten geworden bei Ungarns Handballern. Die WM 2015 und Olympia in Rio wurden allesamt verpasst.

Baur-Analyse: „Eine schwere Aufgabe zum Auftakt. Die Ungarn stehen sehr kompakt. Physisch sind sie der stärkste Gruppengegner.“

Chile (15. Januar, 14.45 Uhr)

Die Südamerikaner sind zum vierten Mal in Folge bei einer WM dabei. 2016 stand die Auswahl des spanischen Trainers Mateo Garralda im Finale der Panamerikameisterschaft, unterlag dort aber Brasilien.

Baur-Analyse: „Da dürfen wir uns keine Gedanken machen. Gegen Chile können alle Mann eingesetzt werden und sich ihr Erfolgserlebnis abholen.“

Saudi-Arabien (17 Januar, 17.45 Uhr)

Die Formkurve der Saudis zeigt seit Jahren nach oben. Der prominenteste Mann sitzt allerdings auf der Trainerbank: Nenad Kljaic, 1996 Olympiasieger mit Kroatien.

Baur-Analyse: „Saudi-Arabien ist etwas stärker als Chile, aber auch kein Maßstab für die deutsche Mannschaft.“

Weißrussland (18. Januar, 17.45 Uhr)

Ausnahmekönner Siarhei Rutenka hat einen Tag vor dem ersten Spiel der Weißrussen gegen Chile überraschend seine Karriere beendet. Stellt sich die Frage: Warum so plötzlich?

Baur-Analyse: „Eine unangenehme Mannschaft, die vom Minsker Block lebt. Unsere Jungs sollten aber genügend Kraft haben, um die Weißrussen zu überrennen.“

Kroatien (20. Januar, 17.45 Uhr)

Seit 2003 waren die Kroaten bei jedem großen Turnier (EM, WM, Olympia) immer unter den besten sechs. Auch diesmal haben der Kieler Domagoj Duvnjak und seine Kollegen eine Medaille im Blick.

Baur-Analyse: „Das Spitzenspiel zum Abschluss. Hoffentlich geht es dann nur noch um die Platzierung. Die Kroaten sind zwar kein Titelkandidat, aber sie können jederzeit jede Mannschaft schlagen.“

Von Patrick Hoffmann

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