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Sportmix Eintracht verschärft mit 4:0 Hoffenheimer Krise
Sport Sportmix Eintracht verschärft mit 4:0 Hoffenheimer Krise
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19:10 01.09.2012
Die Eintracht gewann gegen erschreckend schwache Hoffenheimer. Quelle: Uwe Anspach

Trainer Babbel stellt sich aber noch vor sein Team.

Bei dem eindrucksvollen 4:0-Auftritt demonstrierte der Bundesliga-Rückkehrer eine erstaunliche spielerische Reife und verschärfte durch den zweiten Saisonsieg die Krise bei den noch punktlosen Kraichgauern. "Das ist definitiv ein Fehlstart. Ich bin froh, dass jetzt die Länderspielpause kommt. Da müssen wir einen klaren Kopf bekommen", sagte TSG-Trainer Markus Babbel.

Vor 29 650 Zuschauern brachte Alexander Meier die Gäste in der 39. Minute mit einem von Marvin Compper noch abgefälschten Schuss in Führung, die Pirmin Schwegler (43.) vor der Pause ausbaute. Erneut Meier erhöhte mit einem verwandelten Foulelfmeter (83.), ehe Martin Lanig (90.) den Schlusspunkt setzte. "Ich bin sehr, sehr zufrieden. Vor allem mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben", lobte Eintracht-Trainer Armin Veh.

Hoffenheim beendete die Partie nach Gelb-Roten Karten für Sead Salihovic (70.) und Stephan Schröck (74.) nur mit neun Mann. Dabei waren die Hausherren nach dem blamablen Pokal-Aus beim Viertligisten Berliner AK und der Auftaktniederlage in Gladbach auf Wiedergutmachung aus und demonstrierten diesen Willen zunächst auch.

Nach 20 Minuten hätte die Partie schon für die TSG entschieden sein können. Zunächst scheiterte der blasse Stürmer Eren Derdiyok freistehend am stark reagierenden Eintracht-Schlussmann Kevin Trapp. Kurz darauf lupfte der allein auf Trapp zusteuernde Kevin Volland die Kugel am langen Pfosten vorbei. "Solche Chancen musst du in der Bundesliga machen", schimpfte Babbel.

Die Hessen, die in der gleichen Formation wie beim 2:1-Auftaktsieg gegen Bayer Leverkusen begannen, waren ebenfalls um Offensiv-Akzente bemüht. Meier gab nach einer knappen halben Stunde einen ersten Warnschuss ab, wenig später musste Hoffenheim-Keeper Tim Wiese nach einem zu kurzen Rückpass von Boris Vukcevic gegen Frankfurts Angriffsspitze Olivier Occean Kopf und Kragen riskieren.

In der 34. Minute traf Compper dann für Hoffenheim aus Nahdistanz, doch die Fans jubelten zu früh, weil der Innenverteidiger bei seinem Kopfball im Abseits stand. Nur fünf Minuten später avancierte Compper endgültig zum Pechvogel der Partie, als er einen Schuss von Meier unhaltbar ins eigene Netz zur Gäste-Führung abfälschte.

Der Treffer verlieh der Eintracht zusätzliche Sicherheit. Dies demonstrierte Kapitän Schwegler eindrucksvoll, als er kurz vor der Pause mit einem herrlichen Distanzschuss aus knapp 30 Metern über den verblüfften Wiese hinweg zum 2:0 traf. "Den Ball trifft er auch nicht immer so", meinte Veh.

Babbel reagierte auf den Rückstand und brachte zu Beginn der zweiten Halbzeit in Takashi Usami und Daniel Williams zwei frische Kräfte. Das Duo konnte dem Hoffenheimer Spiel jedoch auch keine entscheidenden Impulse verleihen. "Die Spieler haben schwere Beine bekommen und viele Fehlpässe gespielt. Die zwei Feldverweise haben dann endgültig alles über den Haufen geworfen", analysierte Babbel.

Der Aufsteiger kombinierte nun nach Herzenslust und kontrollierte das Geschehen fast nach Belieben. Meier hatte nach einer Stunde das dritte Tor auf dem Fuß, verzog aber knapp. Kurz darauf rettete Fabian Johnson in höchster Not vor dem zum Einschuss bereiten Mittelfeldspieler. Der kam dann vom Punkt doch noch zu seinem Tor, nachdem Bastian Oczipka im Strafraum gefoult worden war.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 30,7 - 69,3

Torschüsse: 7 - 17

gew. Zweikämpfe in %: 52,9 - 47,1

Fouls: 16 - 17

Ecken: 2 - 5

Quelle: optasports.com

dpa

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