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Sportmix Fabelsummen für Tor-Phänomen Falcao
Sport Sportmix Fabelsummen für Tor-Phänomen Falcao
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11:00 02.09.2012
Drei Tore erzielt Falcao gegen Chelsea. Quelle: Sebastien Nogier

Mit seiner Hattrick-Gala beim 4:1 gegen den FC Chelsea schoss der Kolumbianer seinen Verein nicht nur zum zweiten Supercup-Sieg der Club-Geschichte. Er gab seinem Boss auch das wohlige Gefühl, in einem heißen Transfer-Sommer alles richtig gemacht zu haben. "Es gibt nur einen Falcao, und der gehört uns", verkündete Gil nach dem Triumph von Monaco.

Ein anderer Fußball-Magnat mag sich auf seiner Jacht im Hafen von Monte Carlo derweil mächtig geärgert haben. Chelseas Finanzier Roman Abramowitsch soll sich noch kürzlich um die Dienste des mit seinen drei Toren vom Mr. Europacup zum Mr. Supercup mutierten Tor-Tigers bemüht haben - plauderte zumindest Falcaos Vater im fernen Kolumbien aus. Atlético-Coach Diego Simeone war spürbar erleichtert, dass das Transferfenster justament 90 Minuten nach dem denkwürdigen Spiel im Fürstentum geschlossen wurde. "Es ist gut, dass das Spiel am 31. August war und nicht am 25.", sagte er vieldeutig.

Gut möglich, dass Abramowitsch sonst über ein unmoralisches Angebot nachgedacht oder gar spontan sein Scheckheft gezückt hätte. Niemand im Stade Louis II konnte sich erinnern, dass eine Chelsea-Abwehr von einem einzigen Spieler einmal so gedemütigt wurde wie von Falcao. In der Euphorie schraubte Falcao senior den Marktwert seines Sohnes mal eben auf 90 bis 100 Millionen Euro hoch.

Der treffsichere Filius hatte sich bescheidener gezeigt und alle Fragen nach einem nun erst in Zukunft möglichen Mega-Transfer mit einem sanften Lächeln abgetan. "Ich weiß, dass im Sommer viele englische Clubs genannt wurden. Atlético hat viel getan, um mich zu halten. Diese Bemühungen wurden heute belohnt", sagte Falcao. Das kontinentale Wettbieten dürfte bei anhaltender Form jedoch schon in der nächsten Wechselperiode beginnen.

In Kolumbien kennt die Begeisterung für den nationalen Fußballstar längst keine Grenzen mehr. Auch Pop-Sternchen Shakira, durch ihre Liaison mit Gerard Piqué eher dem FC Barcelona zugetan, twitterte rasch: "Falcao ist sensationell. Ein ums andere Mal."

Im spanischen Liga-Alltag steht der 26-Jährige regelmäßig im Schatten der Superstars Lionel Messi vom FC Barcelona und Cristiano Ronaldo von Real Madrid - trotz 24 Toren in seiner Premierensaison. Auf Europas Fußball-Bühne trumpft Falcao immer wieder auf. Nicht nur wegen seiner drei Supercup-Treffer in 39 Minuten gegen Chelsea.

Mit 17 Toren für den FC Porto in der Europa League 2010/11 - inklusive des Siegtors im Finale gegen Braga - übertraf er den Rekord von Jürgen Klinsmann aus dem Jahr 1996. Geschätzte 40 Millionen Euro zahlte Atlético an Porto. 12 Tore im gleichen Wettbewerb in der folgenden Saison, darunter zwei Finaltreffer beim 3:0 gegen Bilbao, folgten für den neuen Club.

"Wir kannten ihn vorher. Wir wussten, dass er ein fantastischer Stürmer ist", gestand ein zerknirschter Chelsea-Coach Roberto di Matteo. Das Phänomen Falcao in Worte zu fassen, fiel sogar Simeone schwer: "Was er macht, ist unglaublich. Er wächst mit dem Druck. Er ist ein feiner Junge."

dpa

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