Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Sportmix Federer gewinnt die Australian Open
Sport Sportmix Federer gewinnt die Australian Open
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:51 29.01.2017
Mit Tränen in den Augen: Roger Federer feiert den Sieg im Finalkrimi gegen Nadal. Quelle: AP
Melbourne

Rekordmann Roger Federer hat die unerwartete Gunst der Stunde genutzt und auf dem Weg zum 18. Grand-Slam-Titel sogar noch einen Rückstand gegen Rafael Nadal gedreht. Im am Ende mitreißenden Australian-Open-Finale der gealterten Tennis-Granden siegte der 35-jährige Schweizer 6:4, 3:6, 6:1, 3:6, 6:3 und machte dabei ein Break im letzten Satz wett. Mit seinem fünften Triumph in Melbourne verwehrte er dem 30 Jahre alten Spanier dessen 15. Grand-Slam-Erfolg und revanchierte sich zugleich für die schmerzliche Endspiel-Niederlage vor acht Jahren an gleicher Stelle.

Nach dem Erfolg in Wimbledon 2012 hatte Federer keines der vier wichtigsten Turniere mehr für sich entscheiden können, aber immer betont, weiter angreifen zu wollen.

Zu Techno-Beats durch den ersten Satz

Die Sympathien in der Rod-Laver-Arena waren verteilt, als Federer und Nadal die Rod-Laver-Arena zum diesmal so nicht erwarteten Endspiel betraten. Die Sympathien unter den 15.000 gespannten Zuschauern waren verteilt, doch zunächst wunderte sich das Publikum über Techno-Musik, die von einer nahe gelegenen Veranstaltung herüber dröhnte. Im ersten Durchgang gab Federer in seinem 100. Match bei den Australian Open nach dem 3:3 den Ton an und sicherte sich den Durchgang mit einem Ass, Nadal konterte mit einer 4:0-Führung im zweiten und glich aus.

Im neunten Grand-Slam-Finale der beiden gegeneinander kam es wie so oft darauf an, ob Federer vor allem auch mit seiner Rückhand Druck machen konnte oder Nadal mit seiner für den Baseler tückischen Linkshänder-Vorhand längere Ballwechsel erzwang. Der Mann aus Mallorca zeigte keine sichtbaren Spuren von Müdigkeit, obwohl er nach seinem fünfstündigen Halbfinale einen Tag weniger Pause hatte als sein langjähriger Rivale nach dessen Fünf-Satz-Sieg.

Nadal lässt Break-Chancen ungenutzt

Der in den ersten drei Duellen in Australien unbesiegt gebliebene Nadal nutzte zu Beginn des dritten Satzes drei Breakchancen nicht. Dafür wurde er bestraft und lag erneut mit einem Satz hinten.

In der längst mit hoher Intensität geführten 35. Begegnung spielten beide nun immer häufiger zur selben Zeit auf höchstem Niveau. Federer war seine halbjährige Zwangspause wegen Knieproblemen ebenso wenig noch anzumerken wie Nadal dessen langwierige Beschwerden am linken Handgelenk im vorigen Jahr. Der seit den French Open 2014 ohne Grand-Slam-Titel gebliebene Weltranglisten-Neunte schaffte im vierten Durchgang das erste Break und mit einem Zauberball das 4:1.

Wie schon im Halbfinale gegen Stan Wawrinka – dort wegen einer kleinen Blessur am Bein – verließ Federer für eine Behandlungspause vor dem fünften Satz den Platz. Danach bewahrte ihn auch sein sonst exzellenter Aufschlag nicht vor dem nächsten Break. Federer stemmte sich mit Macht gegen die drohende 24. Niederlage gegen Nadal und schaffte zum 3:3 schließlich den Ausgleich. Die Tennis-Fans waren inzwischen mitgerissen von der Partie und schienen mehrheitlich doch auf der Seite des Älteren, der sogar 5:3 in Führung ging, noch zwei Breakbälle abwehrte, nach gut dreieinhalb Stunden triumphierte und Tränen in den Augen hatte.

Von RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Weltmeister Johannes Rydzek geht beim Finale des Weltcup-Triples der Nordischen Kombinierer in Seefeld als Erster in den abschließenden 15-Kilometer-Langlauf.

Nach Sprüngen auf 106 und 105,5 Meter nimmt der Oberstdorfer einen Vorsprung von 18 Sekunden vor dem Österreicher Bernhard Gruber in die Loipe mit.

29.01.2017

Die deutschen Skirennfahrer Felix Neureuther und Stefan Luitz haben beim Heim-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen sehr gute Chancen auf einen Podestplatz.

Neureuther ist beim letzten Riesenslalom vor den Weltmeisterschaften vor dem Finale um 13.15 Uhr mit 0,05 Sekunden Rückstand auf Rang drei Vierter.

29.01.2017

Erneut ein Podestplatz für die Skispringer im Team-Wettbewerb, dazu ein bestens aufgelegter Andreas Wellinger. Das lässt für die in drei Wochen beginnende Weltmeisterschaft hoffen. Vor allem Wellinger steigert sich von Springen zu Springen.

29.01.2017