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Sportmix Das müssen Sie über die Heim-WM wissen
Sport Sportmix Das müssen Sie über die Heim-WM wissen
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19:00 03.10.2018
Von Tamo Schwarz
Da guckt Torwart-Ikone Toni Schumacher (3. v. li.) ganz genau hin. „Ich hab’ ja mehr Handball als Fußball gespielt“, sagte der heutige Vizepräsident des 1. FC Köln bei der Präsentation des WM-Trikots des Deutschen Handballbundes (DHB) in Köln an der Seite von Thomas Zimmermann (DHB-Direktor Marketing), Fußball-Nationalspieler Jonas Hector, Ex-Zebra Henning Fritz, Melanie Steinhilber (Geschäftsführerin Uhlsport) und Bundestrainer Christian Prokop (von links). Quelle: imago/Horst Galuschka
Köln

Wird die Nationalmannschaft bei der Handball-WM in vollen Hallen spielen?

Knapp 300000 der rund 500000 für Fans in Deutschland verfügbaren Tickets sind laut DHB-Vorstandschef Mark Schober bisher verkauft. Tickets können pro Spieltag gekauft werden, so dass bis zu drei Spiele pro Tag gesehen werden können.

Gerade für die Vorrundenspieltage mit deutscher Beteiligung in Berlin wurden bisher viele Tickets verkauft, noch stehen aber für alle Partien der DHB-Auswahl Karten zur Verfügung. Gegner in Vorrundengruppe A sind Korea, Brasilien, Serbien, Russland und Weltmeister Frankreich.

Wird der WM-Auftaktgegner definitiv eine vereinte koreanische Mannschaft sein?

Nach Mitteilung vom Weltverband IHF und Deutschem Handballbund von Mittwoch haben die beiden koreanischen Staaten und ihre Nationalen Olympischen Komitees die im Juni ausgesprochene IHF-Einladung angenommen, um bei der Handball-WM mit einem vereinten Team anzutreten. Laut IHF werden mindestens vier Spieler aus Nordkorea Teil der Mannschaft sein. Eine Mogelpackung? „Um die Integration der nordkoreanischen Spieler zu erleichtern, dürfen die Koreaner 20 statt 16 Spieler für die Weltmeisterschaft nominieren“, heißt es von der IHF

Wird die WM diesmal im frei empfangbaren TV zu sehen sein?

Es sieht gut aus. Die Sportmarketingagentur Lagardère Sports verhandelt mittlerweile mit interessierten deutschen TV-Sendern über die Vergabe der Übertragungsrechte. Zuvor hatte die IHF den Vertrag mit dem bisherigen Vermarkter MP & Silva aufgelöst, weil dieser in finanzielle Schwierigkeiten geraten war.

Welcher TV-Sender hierzulande die Spiele übertragen wird, ist offen. Aber anders als noch bei der WM 2017 oder auch beim Turnier 2015 soll es die deutschen Partien diesmal im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen geben. „Ich gehe davon aus, dass die Rechte möglichst bald vergeben werden“, sagt DHB-Vorstand Schober.

Kann die DHB-Auswahl das „Wintermärchen“ von 2007 wiederholen?

Das wird schwer. Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop zählte zuletzt nicht mehr zur Weltspitze. Sowohl die WM 2017 als auch die EM 2018 verliefen mit zwei neunten Plätzen aus sportlicher Sicht enttäuschend. Mit positiven Auftritten zu Beginn des Turniers könnte aber schnell eine Euphorie um die Nationalmannschaft entstehen. Auch das Team von Ex-Coach Heiner Brand war 2007 nicht als Topfavorit in die Heim-WM gestartet. 2019 wird es auch auf die Beziehung zwischen Prokop und seinen Spielern ankommen.

Kann Prokop die das DHB-Team zum Erfolg führen?

Bei der vergangenen EM in Kroatien hatte es Unstimmigkeiten zwischen dem Bundestrainer und einigen Spielern gegeben. Der 39-Jährige stand anschließend schon nach seinem ersten Turnier vor dem Aus. Letztlich entschied sich eine Mehrheit im DHB-Präsidium aber für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit. Trainer und Spieler betonen mittlerweile das gute Verhältnis. Wie stabil diese Beziehung tatsächlich ist, wird sich spätestens während des Turniers zeigen.

Wie bereiten sich die Bad Boys auf das Turnier vor?

Die letzten Pflichtspiele in diesem Jahr stehen für die DHB-Auswahl im Oktober in der EM-Qualifikation in Wetzlar gegen Israel (24.10.) und im Kosovo (28.10.) auf dem Programm. Am 12. Dezember folgt ein Länderspiel in Rostock gegen Polen, ehe ab dem 2. Januar die heiße Phase der WM-Vorbereitung mit einem Lehrgang und zwei letzten WM-Testspielen beginnt.

Diese Generalprobe für die Heim-WM wird die DHB-Auswahl mit einem doppelten Test gegen Tschechien (4. Januar) und Argentinien (am 6. Januar in Kiel) bestreiten. „Das sind zwei Mannschaften, die wir uns bewusst ausgewählt haben. Ein europäisches Team mit disziplinierter Spielweise und mit Argentinien einen sehr emotionalen, offensiven und kampfstarken Gegner“, sagte Bundestrainer Christian Prokop am Rande der Trikot-Präsentation in Köln.

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