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Sportmix Kein Vergleich zu Frankfurt
Sport Sportmix Kein Vergleich zu Frankfurt
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14:57 23.10.2018
Von Merle Schaack
Gunnar Peter, Geschäftsführer der Bundesliga-Vermarktungsgesellschaft, sieht in den Plänen der Stadt für das Kilia-Stadion einen Lichtblick für die Kieler Footballer. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Seit fünf Tagen liegen die Geschicke der Kieler Football Vermarktungs GmbH & Co. KG in den Händen eines vorläufigen Insolvenzverwalters. Die nächsten Monate werden zeigen, ob der Plan aufgeht, die Bundesliga-Footballer wieder in den Stammverein zurückzuführen. Was kommt da auf die Canes zu? Und wie reagiert die Mannschaft? Einige Fragen und Antworten.

Wie viel Geld fehlt?

„Nach heutigem Stand befinden sich in der Buchhaltung unbezahlte Rechnungen in Höhe eines mittleren fünfstelligen Betrags“, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Reinhard Schmid-Sperber von der Kanzlei Reimer Rechtsanwälte. Die Pleite der Frankfurt Universe, die mit rund 1,5 Millionen Euro in der Schuld ihrer Gläubiger stehen und in ihrem Insolvenzverfahren von derselben Kanzlei betreut werden, sei eine „ganz andere Dimension“. Im Gegensatz zu Frankfurt mit rund 500 Gläubigern, handelt es sich bei den Canes nur um 15 Einzelgläubiger, darunter zum Beispiel Getränke- oder Fanartikel-Lieferanten.

Wie reagiert die Mannschaft?

„Es war schon erst mal ein Schock, das zu hören“, sagt Wide Receiver Benedikt Englmann, der wie seine Mitspieler auf der Saisonabschluss-Party am Freitagabend vom Insolvenzantrag erfuhr. „Wir sind an dem Abend noch lange zusammen geblieben und haben geredet.“ Mit dem Ergebnis, dass bislang keiner der Spieler dem Team den Rücken kehren will. „Wir sehen eher die Herausforderung“, so Englmann. „Man hat zuletzt schon gemerkt, dass alles etwas auf Sparflamme lief. Vielleicht ist so ein Neuanfang auch eine gute Chance, noch besser zu werden.“ Für die Spieler soll weiterhin der Sport im Fokus stehen. „Wir wissen, was Gunnar (Geschäftsführer Gunnar Peter, d. Red.) kann und vertrauen ihm.“

Was wird jetzt aus den Plänen für das Kilia-Stadion?

Die Ratsversammlung hat sich Ende vergangenen Jahres dafür ausgesprochen, in das Kilia-Stadion zu investieren. Unter anderem geht es dabei um einen beleuchteten Kunstrasenplatz, weitere Sitzplätze und Sanitäreinrichtungen. Auch die vorhandenen Sitze sollen überdacht werden. Nach Auskunft der Stadtverwaltung soll 2019 mit der Feinplanung begonnen werden – egal, wie sich die Situation der Footballer entwickelt.

„Es gibt einen Beschluss der Ratsversammlung. Unabhängig von der Insolvenzsituation wird daran festgehalten“, sagte am Montag ein Sprecher der Stadt. Die Aussicht auf eine bessere Infrastruktur auf dem Gelände am Hasseldieksdammer Weg ist für die Canes unabdingbar. „Wir kämpfen seit 30 Jahren um eine eigene Heimat und sind jetzt in guten Gesprächen mit der Stadt. Das ist für uns ein Lichtblick, der uns beflügelt, und war ein entscheidender Faktor für uns, nicht aufzugeben“, sagt Peter.

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