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Sportmix Training und Startplätze zu gewinnen
Sport Sportmix Training und Startplätze zu gewinnen
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07:29 16.03.2019
Von Merle Schaack
Kiel

So abwechslungsreich die Kombination der verschiedenen Disziplinen ist, so abschreckend kann sie aber auch wirken. „Viele trauen sich wegen dem vermeintlich großen Trainingsaufwand nicht, sich für einen Triathlon anzumelden“, sagt Rohr.

Aus Sicht des 53-Jährigen ist das aber kein Argument – schon gar nicht beim Sprinttriathlon in Kiel, der die Teilnehmer auf 500 Metern im Wasser, 21 Kilometern auf dem Fahrrad und fünf Kilometern laufend fordert. „Wir reden hier über eineinhalb Stunden Belastung, aufgeteilt auf drei Disziplinen. Eineinhalb Stunden Bergwandern sind vergleichbar anstrengend. Das würden sich aber viele Leute eher zutrauen“, sagt Rohr. Die größte Angst ist seiner Erfahrung nach die vor der Schwimm-Strecke. „Wer nicht kraulen kann, bekommt die 500 Meter auch mit Brustschwimmen bewältigt.“

Vier Monate Vorbereitung

Zur Vorbereitung rät der Experte, möglichst vier Monate vor dem Start (Sonntag, 11. August) mit dem Training zu beginnen. Im Fokus von Rohrs Trainingsphilosophie stehen nicht nur die drei Teildisziplinen, sondern auch die Verbindung der Elemente: „Man muss den Triathlon als eine einzige Sportart betrachten, man ist nicht nur Radfahrer, Schwimmer oder Läufer. Für mich liegt die Faszination gerade in der Auseinandersetzung mit der Kombination der drei Sportarten.“

Ein Fokus ist deshalb das Koppeltraining und das genaue Planen für die Wechselzone. Denn hier kann bereits die Entscheidung über persönliche Bestzeit oder Enttäuschung im Ziel fallen. „Die Wechsel sind Schlüsselelemente. Sozusagen die vierte Disziplin“, sagt Rohr.

Wechseltraining als vierte Disziplin

Deshalb übt er mit seinen Schützlingen nicht nur das schnelle Auf- und Absteigen aufs Rad, sondern auch die richtigen Abläufe, damit kein Helm und keine Startnummer am Platz vergessen wird. „Die Wechselzone in Kiel ist relativ lang. Deshalb sollte man es vermeiden, dort mit Radschuhen hinauszulaufen. Da kommt es oft zu Stürzen.“ Rohr empfiehlt zudem, vor dem Start die Wechselzone aus beiden Richtungen einmal abzulaufen und sich genau einzuprägen, wo der eigene Platz ist. „Am besten sucht man sich einen markanten Punkt zur Orientierung.“ 

Anfang Mai wird Rohr mit den Gewinnern des KN-Gewinnspiels ins Training starten. Allen anderen, die mit einer Teilnahme liebäugeln, empfiehlt er während der Vorbereitungszeit mindestens einmal pro Woche laufen und schwimmen zu gehen und wenn möglich mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. „Wer sportlich einigermaßen fit ist, kann das auch mit wenig Trainingsaufwand schon wuppen.“

Hier können Sie einen Startplatz und das Triathlon-Training mit Torsten Rohr (Plan 52 Training) gewinnen.

Der Ausrüstungs-Check des Experten

Schwimmbrille: „Ohne macht es im Salzwasser wenig Spaß.“

Radbrille: „Die ist für mich auch Pflicht. Nichts ist unangenehmer als ein dickes Insekt im Auge.“

Fahrrad: „Man braucht kein richtiges Triathlon-Rad. Der Sport funktioniert auch mit einem Stadtrad. Ambitioniert kann man mit einem Touren- oder Rennrad starten.“

Enges Oberteil: „Ein weites T-Shirt lässt sich schwer über einen nassen Oberkörper ziehen und flattert später hinderlich. Wer an mehreren Triathlons teilnehmen will, sollte darüber nachdenken, sich einen Triathlon-Einteiler zuzulegen. Als Anfänger, der es nur einmal ausprobieren will, kann man diese Investition aber sparen.

Helm und Laufschuhe: „Es besteht Helmpflicht beim Radfahren und Schuhpflicht beim Laufen. Die Laufschuhe kann man auch schon beim Radfahren anziehen. Radschuhe sind aber besser. Sie sollten aber nicht extra für einen Triathlon gekauft werden.“

Neoprenanzug: „Ein Neo trägt einen und erleichtert das Schwimmen. Aber hier wird der Sport langsam teuer. Man braucht ihn nicht unbedingt.“

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