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Sportmix Merritt läuft Hürden-Weltrekord - Bolt & Blake siegen
Sport Sportmix Merritt läuft Hürden-Weltrekord - Bolt & Blake siegen
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22:05 07.09.2012
Aries Merritt sprintete in Brüssel zum Weltrekord über 110 Meter Hürden. Quelle: Thierry Roge

Der Favorit blieb gleich um sieben Hundertstel- Sekunden unter der alten Weltrekordzeit, die der Kubaner Dayron Robles am 12. Juni 2008 im tschechischen Ostrau aufgestellt hatte.

Für weitere Highlights der Leichtathletik-Gala sorgten Jamaikas Siegsprinter Usain Bolt und Yohan Blake mit Siegen über 100 und 200 Meter. Stabhochspringerin Silke Spiegelburg sicherte sich zum Abschluss einer frustrierenden Saison noch einen üppigen 50 000- Dollar-Scheck. Die Olympia-Vierte aus Leverkusen hatte bereits mit 4,75 Metern gewonnen, bevor sich 26-Jährige noch vergeblich an der deutschen Rekordhöhe (4,83) versuchte. Mit dem Sieg zog Spiegelburg im Diamond Race noch an Weltmeisterin Fabiana Murer aus Brasilien vorbei, die sich mit 4,65 Metern und Platz zwei begnügen musste.

Doch den meisten Beifall der 47 000 Zuschauer im ausverkauften König-Baudouin-Stadion bekam der 27-jährige Aries Merritt. "Schon beim Training habe ich gespürt, dass ich hier etwas Besonderes leisten kann - wenn ich auf den Beinen bleibe", jubelte der Amerikaner. Beim Showdown gab es im Hürdensprint den gleichen Einlauf wie im Finale der Olympischen Spiele: Zweiter hinter Merritt wurde Weltmeister Jason Richardson aus den USA in 13,05 Sekunden vor dem Jamaikaner Hansle Parchment (13,14).

Endlich Urlaub! Der sechsmalige Olympiasieger Bolt warf nach seinem 100-Meter-Sieg in 9,86 Sekunden seine Spikes ins Publikum. "Ich bin jetzt müde und will nach Hause", sagte der 26 Jahre alte Jamaikaner, der sich mit dem Erfolg die 40 000 Dollar für den Gesamtsieg im Diamond Race sicherte.

Diesmal hatte Jamaika das ganze Podest gepachtet: Nesta Carter wurde in 9,96 Sekunden Zweiter vor seinem Landsmann Kemar Bailey Cole (9,97). Bolts ärgste Rivalen um den 100-Meter-Gesamtsieg, Landsmann Asafa Powell und Tyson Gay aus den USA, waren im Finale der Diamond League allerdings nicht am Start.

Zehn Minuten später setzte auch Bolts Kumpel Blake ein Glanzlicht: Der 22-Jährige gewann die 200 Meter souverän in 19,54 Sekunden - das war am Ende einer Kräfte zehrenden Saison die fünftbeste je gelaufene Zeit auf dieser Strecke. Vor einem Jahr hatte der Olympia-Zweite an gleicher Stelle mit 19,26 Sekunden für Furore gesorgt. Zweiter hinter Blake wurde diesmal dessen Landsmann Jason Young in 19,92 Sekunden vor dem Franzosen Christophe Lemaitre (20,17).

Für eine weitere herausragende Leistung sorgte der Kenianer Emmanuel Kipkemei Bett über 10 000 Meter mit der Weltjahresbestzeit von 26:51,16 Minuten. In einem starken Finish mussten sich seine beiden Landsleute Vincent Kiprop Chepkok (26:51,68) und Kenneth Kiprop Kipkemoi (26:52,65) nur knapp geschlagen geben.

Zum Auftakt des "Memorials van Damme" hatte der Magdeburger Martin Wierig mit Platz zwei und 66,05 Metern eine überzeugende Vorstellung geboten. Der Este Gerd Kanter warf die Zwei-Kilo-Scheibe 79 Zentimeter weiter und machte den haushohen Gesamtsieg perfekt. Wierig durfte sich als Tages-Zweiter mit einer Geldprämie von 6000 Dollar trösten. Der zweimalige Olympiasieger Virgilijus Alekna aus Litauen kam mit 65,78 Metern auf Platz drei. London-Olympiasieger Robert Harting hatte die Saison beim Berliner ISTAF am 2. September beendet und war in Brüssel nicht mehr am Start.

dpa

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