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Sportmix Nobody wirft Djokovic aus Australian Open
Sport Sportmix Nobody wirft Djokovic aus Australian Open
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10:55 19.01.2017
Raus in Runde zwei: Novak Djokovic musste sich in fünf Sätzen dem Usbeken Denis Istomin geschlagen geben. Quelle: dpa
Melbourne

Der sechsmalige Australian-Open-Sieger Novak Djokovic ist überraschend schon in der zweiten Runde ausgeschieden. Der Titelverteidiger unterlag dem Usbeken Denis Istomin am Donnerstag in Melbourne 6:7 (8:10), 7:5, 6:2, 6:7 (5:7), 4:6. Damit verpasste der Weltranglisten-Zweite und ehemalige Schützling von Boris Becker die Chance, mit einem siebten Triumph alleiniger Rekordsieger des Turniers zu werden.

Nur dank einer Wildcard dabei

Der 30-jährige Istomin ist nur die Nummer 117 der Weltrangliste und hatte bisher alle fünf Vergleiche gegen Djokovic verloren. Bei den Australian Open ist der im russischen Orenburg geborene Istomin nur dank einer Wildcard dabei.

„Respekt für Denis, er hat verdient gewonnen. Er war der bessere Spieler in den entscheidenden Momenten. Ich habe bis zum letzten Ball alles probiert“, sagte Djokovic. „Zuerst tut es mir leid für Novak, ich habe mich selbst überrascht“, meinte Istomin, der nach dem Match den Tränen nahe war. Ex-Djokovic-Trainer Boris Becker kommentierte im TV-Sender Eurosport: „Das ist eine neue Weichenstellung für Novak. Das Turnier hat sich komplett verändert. Das ist ein Erdrutsch.“

Licht und Schatten bei den Deutschen

Alexander Zverev und Philipp Kohlschreiber haben dagegen die Bilanz der deutschen Teilnehmer verbessert. Zverev siegte 6:2, 6:3, 6:4 gegen Qualifikant Frances Tiafoe aus den USA. Kohlschreiber siegte noch souveräner mit 7:5, 6:3, 6:0 gegen den Amerikaner Donald Young. Damit steht ein deutsches Quintett in der dritten Runde der Australian Open.

Ausgeschieden ist dagegen Andrea Petkovic: Die Darmstädterin verlor 0:6, 5:7 gegen die Tschechin Barbora Strycova. Petkovic verbuchte im sechsten Vergleich mit Strycova erst beim Stand von 0:2 im zweiten Satz den ersten Spielgewinn. Zwar kam die Darmstädterin nun endlich besser in die Partie, insgesamt machte die 56. der Weltrangliste aber zu viele Fehler und schlug auch nicht gut genug auf.

Unzufrieden: Andrea Petkovic. Quelle: dpa

„Ich will nicht gewinnen, wenn ich so spiele. Es ist gut, dass ich verloren habe, sonst lerne ich nicht daraus“, sagte Petkovic und bemängelte ihre Passivität. „Das war ein Rückfall ins letzte Jahr. Das reicht nicht für die Ziele, die ich habe.“ Einzig ihren Kampfgeist rechnete sich die 29-Jährige positiv an. Von ihrem Trainer Sascha Nensel musste sie sich dagegen heftige Kritik anhören.

Von dpa/RND/zys

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