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Sportmix Seeler schlägt Alarm - Jiracek-Verpflichtung perfekt
Sport Sportmix Seeler schlägt Alarm - Jiracek-Verpflichtung perfekt
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21:25 28.08.2012
Uwe Seeler kann beim HSV keine Fortschritte erkennen. Quelle: Maurizo Gambarini

"Ich bin nachdenklich geworden, weil ich überhaupt keinen Fortschritt sehe. Und daran muss sich ein Sportchef ja messen lassen", sagte Seeler der Tageszeitung "Die Welt". "Er sagt immer nur: Die Mannschaft kommt noch. Und der kommt noch, und der kommt noch. Wenn ich das höre oder lese, dann schüttele ich manchmal mit dem Kopf. Es sind eben Spieler da, die für die Bundesliga nicht tauglich sind, das muss man einfach so klar sagen".

Arnesen wird von mehreren Seiten vorgeworfen, er habe die Bundesliga unterschätzt und verfüge nur über wenige Kontakte. Der 55 Jahre alte Däne, der auf Initiative des ehemaligen HSV-Chefs Bernd Hoffmann vor 14 Monaten nach Hamburg geholt worden war, gilt als Nachwuchsleiter des FC Chelsea bestens mit dem englischen Fußball vertraut - mit der Bundesliga aber kaum. Da fällt eine sichere Hand bei der Zusammenstellung des Kaders schwer. Kritik hat ihm eingebracht, dass er sich hauptsächlich auf junge Kicker seines Ex-Vereins Chelsea wie Michael Mancienne, Jeffrey Bruma, Jacopo Sala, Gökhan Töre stützte. Später holte er auch noch Slobdan Rajkovic von Chelsea, der mittlerweile verbannt wurde.

Den Wechsel des Tschechen Petr Jiracek, der nach der Zustimmung des HSV-Aufsichtsrates am Dienstagabend endgültig perfekt gemacht wurde, hat letztlich der Vorstandsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow vollzogen. "Ich habe die Endverhandlungen mit Felix Magath geführt", sagte Jarchow der Nachrichtenagentur dpa. Kritik an Arnesen wollte er nicht üben. "Wir arbeiten im Vorstand sehr gut zusammen. Nach der Transferperiode werden wir ein Resümee ziehen." Ob der Aufsichtsrat den Dänen intern zu Debatte stellen wird, ist Jarchow nicht bekannt: "Dafür gibt es keine Anzeichen."

Verständlich: Der Verein muss derzeit für mehr Ruhe im Team und im Umfeld sorgen, und will kein weiteres Öl ins Feuer gießen. Schadensbegrenzung heißt das Motto. "Wir haben keine großen Alternativen, wir müssen und wollen eine junge schlagkräftige Mannschaft aufbauen. Das können aber nicht nur junge Leute sein, zwei, drei erfahrene Spieler müssen an ihrer Seite stehen", betonte Jarchow, der von seinem Vorgänger ein Minus in Millionenhöhe geerbt hatte.

An diesem Mittwoch stößt neben Jiracek auch der Kroate Milan Badelj zum HSV, der schon vor Wochen für vier Millionen Euro verpflichtet wurde. Der 23 Jahre alte Mittelfeldakteur von Dinamo Zagreb bestritt am Dienstag noch ein Champions-League-Qualifikationsspiel für seinen Heimatverein. Gemeinsam mit dem 26 Jahre alten Jiracek soll er Linie ins Spiel der Hamburger bringen. Dagegen bleibt die Rückkehr von Rafael van der Vaart wohl nur ein Traum. "Ich glaube nicht, dass es finanziell machbar ist", sagte HSV-Trainer Thorsten Fink.

Auch Jarchow sprach von Spekulationen. Selbst Milliardär und Investor Klaus-Michael Kühne wird sich dreimal überlegen, einen Betrag von mehr als 30 Millionen Euro für Ablösesumme und Gehalt aus seinem Vermögen zu berappen. Das wäre auch kein Geschenk, dafür würde Kühne Gegenleistungen verlangen. Und was sagt Seeler dazu: "Auf alte Häuser soll man nicht bauen."

dpa

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