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Sportmix Stuttgart will Ruhe bewahren - Okazaki fehlt
Sport Sportmix Stuttgart will Ruhe bewahren - Okazaki fehlt
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14:51 28.09.2012
Stuttgarts Shinji Okazaki (l) fällt mindestens drei Spiele aus. Quelle: Carmen Jaspersen

Statt wie üblich in lockerer Atmosphäre über den kommenden Gegner in der Fußball-Bundesliga zu plaudern, gab es bei der Fragestunde zum Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg aber vor allem eines: ernste Gesichter. "Wir sind uns im Klaren, dass wir viele Sachen bereden können", meinte Labbadia. "Aber wir müssen es auf dem Platz umsetzen."

Seine Hauptkritik nach der Pleite gegen Hoffenheim: "Wir haben als Mannschaft nicht funktioniert." Kein Zweikampfverhalten, kein Aufbäumen, dazu wie schon in den vergangenen Spielen unnötige Ballverluste - eine Entwicklung ist seit Saisonbeginn nicht zu erkennen. Sportdirektor Fredi Bobic und Labbadia verweisen zwar auf die starke zweite Halbzeit gegen Werder Bremen, als die Mannschaft mit viel Engagement aus einem 0:2 noch ein 2:2 machte. Dass diese 45 Minuten an der Weser aber mehr waren als ein positiver Ausreißer nach oben, diesen Beweis ist das Team bislang schuldig geblieben.

Doch trotz der harten Fakten von zwei Punkten aus fünf Spielen, der schlechtesten Abwehr der Liga (zwölf Gegentore) und nur drei erzielten Treffern: In der Tabelle ist der Zug noch nicht abgefahren. Wie es gehen könnte, zeigte dem stolzen VfB ausgerechnet der ungeliebte Nachbar aus Baden. Nach drei Spielen ohne Punktgewinn und hoffnungslos wirkenden Auftritten schaffte 1899 Hoffenheim in den vergangenen beiden Partien gegen Hannover 96 (3:1) und Stuttgart (3:0) die Trendwende. Der Lohn: etwas Ruhe und Tabellenplatz elf.

Von einer Vorbildfunktion von 1899 will Labbadia aber nichts wissen. "Wir sind uns selber ein Vorbild, weil wir es des öfteren schon gemacht haben." Was er meint: Fast traditionell startet der VfB schwach in die Saison, um dann in der Rückrunde doch noch im oberen Tabellendrittel zu landen. Daran hat sich auch nichts geändert, seit Labbadia die Mannschaft im Dezember 2010 übernommen hat. "Wir haben in diesen knapp 22 Monaten schon extreme Höhen und extreme Tiefen erlebt. Wir hatten auch schon schwierigere Situationen. Aber es ist nicht so, dass wir das als Bagatelle sehen." Wie der Zyklus aber unterbrochen werden soll - diese Antwort bleibt der Trainer schuldig.

"Es sind viele Dinge eingetreten, von denen wir gehofft haben, dass sie nicht passieren", sagte Labbadia mit Blick auf die zahlreichen Ausfälle. Vedad Ibisevic fehlte der Mannschaft schon wegen einer Sperre, ebenso Martin Harnik und Zdravko Kuzmanovic. Dazu kommen Verletzungen wie die von Tim Hoogland, Cristian Molinaro, Maza oder nun Shinji Okazaki. Der Japaner fehlt wegen einer Knochenabsplitterung im großen Zeh für die Partien gegen Nürnberg, Molde FK (Europa League) und Bayer Leverkusen.

Bobic und Labbadia haben vor der Saison auf die dünne Personaldecke hingewiesen - aus der Chefetage um Aufsichtsratschef Dieter Hundt und Präsident Gerd E. Mäuser gab es aber kaum finanziellen Spielraum. Ob sich an deren Einschätzung über die Notwendigkeit inzwischen etwas geändert hat? "Die Gespräche, die wir da führen, die lassen wir auch da, wo sie sind", sagte Bobic. "Wir haben sicherlich auf Dinge hingewiesen, dass, wenn wir auf drei Hochzeiten tanzen wollen, wir da sicherlich an einem Minimum sind. Aber wir müssen da durch gehen und wir werden da durch gehen."

dpa

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