Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Sportmix Doder denkt noch nicht an Handball-Rente
Sport Sportmix Doder denkt noch nicht an Handball-Rente
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:56 01.11.2018
Von Merle Schaack
Dalibor Doder ist mit 39 Jahren der älteste Feldspieler in der Bundesliga - aus dem Mindener Team derzeit aber nicht wegzudenken. Quelle: imago/pmk
Minden

Der Erfolg hat natürlich viele Gründe. Einer ist die Tatsache, dass der Bundesliga-Aufsteiger von 2016 inzwischen ein eingespieltes, verjüngtes Team hat, das auf eine starke 6:0-Abwehr setzt. Der vielleicht wichtigste ist aber Dalibor Doder.

Mit 39 Jahren ist der Schwede mit serbischen Wurzeln der älteste Feldspieler der Bundesliga. Nur Erlangens Torhüter Gorazd Skof (41) ist älter. "Aber es heißt ja Leistungssport, nicht Alterssport", sagt Doder lachend, meint es aber ernst. "So lange ich meine Leistung bringe, sollte man mich auch aufstellen", findet er.

Doder so gut wie nie

Auch für Trainer Frank Carstens führt an seinem erfahrenen Mittelmann derzeit kein Weg vorbei. "Er ist in einer unglaublichen Verfassung. Ich habe ihn glaube ich noch nie so gut spielen sehen wie jetzt gerade. Höchstens 2015, als ich nach Minden kam", schwärmt er von seinem Kapitän, dessen Karriere eine ungewöhnliche Wendung nahm.

Der schwedische Nationalspieler war bereits fünf Jahre durch die spanische Liga getourt, als seinem Klub, dem Champions-League-Teilnehmer Ademar Leon das Geld ausging. Sieben Monate bekam Doder kein Gehalt, wollte schließlich weg. Trainer in Minden war mit Ulf Schefvert gerade ein Landsmann geworden. Er sollte mit GWD nach dem Abstieg 2010 den Wiederaufstieg schaffen.

Aus der Königsklasse in die Zweite Liga

"In meiner Erinnerung hat er mich ungefähr 2000 Mal angerufen", erzählt Doder lachend. Schließlich gab der Champions-League-Spieler, der ein Jahr später ins All-Star-Team der Weltmeisterschaft in seiner schwedischen Heimat gewählt werden sollte, nach und wechselte zum Zweitligisten. Und blieb, obwohl der Wiederaufstieg erst ein Jahr später als geplant klappte. "Dass ich so lange bleibe, hätte ich damals selbst nicht gedacht", sagt Doder heute. "Aber rückblickend war es die richtige Entscheidung."

Und noch immer leitet Doder das Mindener Spiel, ist aber auch torgefährlich:  Mit 50 Treffern ist er zweitbester Torschütze hinter dem Halbrechten Christoffer Rambo – mit nur einem Tor, aber krankheitsbedingt zwei Spielen weniger als der Norweger. "Ohne einen Nebenmann wie Doder wäre auch Marian Michalczik nicht, wo er heute ist", sagt Carstens und meint den 21-jährigen Deutschen, der aus der eigenen Jugend kam und mittlerweile die Nummer eins im linken Rückraum ist.

Er spielt und spielt und spielt

Eigentlich wollte Minden in dieser Saison die Wachablösung auf der Spielmacher-Position einleiten, verpflichtete mit Aliaksandr Padshyvalau einen Weisrussen von SKA Minsk. Doch der zog sich kürzlich im Training mit der Nationalmannschaft eine Sprunggelenksverletzung zu, fällt nun bis auf Weiteres aus.

Für Doder, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, ist das kein Problem. "Ich bin fit", sagt er und macht kein Hehl daraus, dass er gerne noch einmal verlängern würde. "Ich kann und will noch zwei Jahre spielen."

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der bittere WM-Ausfall von Rückraum-Ass Julius Kühn trübt 73 Tage vor dem Anpfiff der Heim-Endrunde die Vorfreude im DHB-Team. Der 25-Jährige vom Bundesligisten MT Melsungen zog sich am Sonntagabend beim 30:14-Sieg im Kosovo einen Kreuzbandriss zu und fällt mindestens sechs Monate aus.

31.10.2018

Lewis Hamilton hat die Formel-1-WM 2018 vorzeitig gewonnen. Beim Rennen in Mexiko hat sich der Engländer den WM-Titel vor Konkurrent Sebastian Vettel gesichert. Ein vierter Platz beim Sieg von Red-Bull-Pilot Max Verstappen genügt Hamilton.

28.10.2018

Bernie Ecclestone gibt Ferrari die Schuld am Leistungsabfall von Sebastian Vettel. Der 87-Jährige Unternehmer bemängelt fehlenden Rückhalt im italienischen Team und nimmt den deutschen Fahrer in Schutz.

28.10.2018