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Sportmix Transfer-Coup: Ehrhoff kehrt in DEL zurück
Sport Sportmix Transfer-Coup: Ehrhoff kehrt in DEL zurück
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14:41 17.09.2012
Christian Ehrhoff kann wegen des Lockouts in der NHL in Krefeld spielen. Quelle: Rolf Vennenbernd

Ein Transfer-Coup ist mittlerweile fast perfekt:

Christian Ehrhoff und die Krefeld Pinguine sind sich bereits so gut wie einig - der Verteidiger soll schon am Freitag beim Heimspiel gegen die Hamburg Freezers zum Einsatz kommen. Stanley-Cup-Sieger Dennis Seidenberg will dagegen zu den Adlern Mannheim. Zudem zieht es die Stürmer Marcel Goc, Marco Sturm und Jochen Hecht in die alte Heimat Deutschland. Selten war die Chance für Vereine in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) so groß, deutsche und internationale Weltstars zum Schnäppchenpreis abzugreifen.

"Ich hatte schon vor einer Woche innerhalb von einem Tag zwölf Nachrichten von Spieleragenten auf meiner Mailbox", erzählte Mannheims Manager Teal Fowler der Nachrichtenagentur dpa am Montag. Die Nordamerika-Cracks, die nach den geplatzten Vertragsverhandlungen seit dem Wochenende von ihren Clubs ausgesperrt sind ("Lockout"), würden sich über die Abwechslung bei ihren Ex-Vereinen freuen.

Ehrhoff begann seine Karriere in Krefeld und hält sich im Sommer immer noch bei den Pinguinen fit. Mannheim war für Seidenberg, Goc und Hecht der Verein, bei dem sich das Trio für die NHL empfohlen hatte. "Wir stehen mit allen drei Spielern in Kontakt", bestätigte Clubsprecher Matthias Fries am Montag. Eine schnelle Entscheidung stehe allerdings nicht an. "Es ist nicht so, dass die drei Spieler schon auf gepackten Koffern sitzen", meinte der Sprecher.

Ehrhoff aber offenbar schon. Der Abwehrspieler, der bei den Buffalo Sabres einen Zehn-Jahres-Vertrag über 40 Millionen Euro besitzt, soll schon am Dienstag in Krefeld offiziell vorgestellt werden. Am Montag gab der Aufsichtsrat für die Aktion Grünes Licht.

Der zentrale Aspekt war das Geld: Wenn NHL-Profis in Europa spielen, müssen sie für diesen Zeitraum - noch ist völlig unklar, wie lang der Lockout in der NHL dauert - versichert werden. Je nach Qualität und Vertrag des Spielers sind dabei hohe Summen fällig: Für Ehrhoff müssen die Pinguine monatlich rund 20 000 Euro zahlen, Fans und Sponsoren sollen nun mit ins Boot geholt werden. Immerhin sparen sich die Krefelder das Gehalt für Ehrhoff, der laut Schicks weiter aus Nordamerika bezahlt wird.

Allerdings bedeuten neue Stars nicht automatisch mehr Erfolg, wie Adler-Manager Fowler weiß. "Wir müssen alles genau abwägen. Einmal wissen wir nicht, wie lange der Lockout dauert. Zum zweiten müssten wir unsere gut funktionierende Mannschaft auseinanderreißen."

Ähnliche Bedenken haben auch die Eisbären Berlin, die sich nach dem völlig verpatzten Saisonstart nach Verstärkungen umsehen - wie vor sieben Jahren auch in der NHL? Damals kam unter anderen Weltklasse-Keeper Olaf Kölzig in Hauptstadt. "Wir warten ab, weil wir nicht wissen, wie lange der Lockout anhält", sagte Manager Peter John Lee. Kapitän André Rankel meinte: "Natürlich wäre es schön, wie schon 2005 mit Weltstars zusammenzuspielen. Doch muss man dabei aufpassen, dass die Teamstruktur nicht zerstört wird."

dpa

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