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Vettel & Co. einmal um die Welt: "Das wird hart"

Motorsport Vettel & Co. einmal um die Welt: "Das wird hart"

Für die Formel-1-Stars ist der Reisepass in den kommenden Wochen wichtiger als der Führerschein. Es wird ein Trip, der es in der Saison der Superlative noch einmal in sich hat: Binnen zehn Wochen reisen Vettel und Co einmal um den Globus und im Cockpit sitzen meist andere.

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Sebastian Vettel kommt im Formel-1-Geschäft auf viele Flugmeilen.

Quelle: David Ebener

Spa-Francorchamps. Über 40 000 Kilometer werden die Fahrer und ihre Teams im Flieger locker zurücklegen. Es geht nach Singapur, Japan und Südkorea, Indien und Abu Dhabi, nach Texas in den USA und von dort zum Finale nach Brasilien.

"Wir reisen in der Welt herum, von einer Seite zur anderen. Das wird hart, und es wird wichtig sein, die Konzentration aufrechtzuerhalten", betonte Vettel am Rande des Großen Preises von Belgien, dem vorletzten Grand Prix auf dem alten Kontinent in diesem Jahr. "Das ist für jeden eine Herausforderung", pflichtete WM-Spitzenreiter Fernando Alonso eine Woche vor dem Ferrari-Heimspiel in Monza bei.

Es sind nicht nur die unzähligen Stunden über den Wolken, die die Fahrer im Gegensatz zu manchem Teammitglied in entsprechendem Luxus der gehobeneren Klassen verbringen: Die Reise über drei Kontinente bedeutet auch immer wieder die Anpassung an andere Zeitzonen und teilweise extreme klimatische Bedingungen. Sei es die Schwüle der Nacht in Singapur oder der brasilianische Spät-Frühling in Sao Paulo, während in Deutschland der Herbst schon für Regen, Sturm und Nachtfrost sorgen kann. "Ein wichtiger Punkt wird die Fitness sein", betonte Vettel mit Blick auf die Piloten und die gesamte Crew. Der Heppenheimer ist sich zwar sicher: "Die Jungs sind auf der Höhe." Es sei aber eine neue Situation.

Als wäre die Saison mit erstmals 20 Rennen nicht schon strapaziös und Vettels Kampf um den historischen Titel-Hattrick als dritter Pilot nach Juan Manuel Fangio aus Argentinien und Rekordweltmeister Michael Schumacher nicht schon schwer genug. "Wir haben die WM zwei Phasen unterteilt, eine bis Juli und die andere ab September", erklärte Kontrahent Alonso seine Strategie.

Ein Problem dürfte die Weiterentwicklung der Wagen sein, denn es geht Schlag auf Schlag. Wer wichtige Ersatzteile braucht, kann nicht mal eben mit den Fingern schnippen. Denn sowohl das Rennen im japanischen Suzuka als auch der Südkorea-Grand-Prix in Yeongam, Indien und Abu Dhabi sowie die USA und Brasilien sind Rennen, zwischen denen es kein Wochenende Pause gibt. Und Flüge nach Europa, wo alle Teams ihre Zentralen haben, kosten schlichtweg Zeit. Als reiche der Kampf mit erstmals sechs Weltmeistern im Feld als Herausforderung nicht schon aus - möglicherweise steht der Titelträger 2012 erst 252 Tage nach dem Saisonauftakt fest. Den WM-Pokal wird dann nur einer kriegen, die Länderstempel im Reisepass werden für alle anderen kein Trost sein.

dpa

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