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Kieler klopft an die Tür zur Ersten Liga

VfL Lübeck-Schwartau Kieler klopft an die Tür zur Ersten Liga

Gibt es in Schleswig-Holstein bald eine dritte Kraft neben den Rivalen THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt in der deutschen Eliteliga? Nach 21 Spieltagen in der Zweiten Bundesliga steht der VfL Lübeck-Schwartau knapp hinter einem Aufstiegsplatz. Architekt des Erfolges ist ein Kieler: Torge Greve.

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Bald zu viert: VfL-Trainer Torge Greve und Freundin Janina erwarten ein kleines Brüderchen für den sechsjährigen Fynn.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Hausbesuch in Neu-Meimersdorf. Hier wohnt der 42-Jährige mit seiner Familie – Freundin Janina, Sohn Fynn (6), der im März einen kleinen Bruder bekommen wird. Und von hier aus fährt Greve fünfmal pro Woche nach Lübeck zum Training. Seit Saisonbeginn ist er Profitrainer. Der Gemeinschaftsschullehrer hat sich freistellen lassen von seinem Schuldienst an der Toni-Jensen-Schule. „Besonders für den Kopf war die Doppelbelastung groß. Jetzt kann ich mich voll auf den Sport konzentrieren. Toll, dass mir das Ministerium das ermöglicht. Und für die Familie ist es auch gut.“

Jahrelang hat Greve den Spagat aus Schule und Handballhalle gemeistert. Zur Erinnerung: Der Linkshänder hat gewaltige Spuren in der Zweiten Liga hinterlassen, in der er in mehr als 500 Partien mehr als 1800 Tore warf, allein für den TSV Altenholz zwischen 1997 und 2011 mehr als 1500, war Kapitän, dann Spielertrainer, dann Trainer, immer Identifikationsfigur, bis er im Februar 2012 dem Ruf von der Trave folgte.

„Mein Ziel ist es, in die Erste Liga zu kommen.“

Der Sport- und Mathelehrer Torge Greve ist jetzt Profitrainer. Einer, der selbst von sich sagt, „nicht extrem autoritär“ zu sein, „eher den Dialog zu suchen“. „Meine Erfahrung als Lehrer hilft mir bei dem Job als Trainer.“ Einer, der Angebote von anderen Vereinen „auf sich zukommen lässt“ („Interessante waren noch nicht dabei“), der sich sichtlich wohlfühlt bei seinen Lieben, der Familie mitdenkt, aber auch eine Vision hat. „Schleswig-Holstein könnte einen dritten Erstligisten verkraften. Natürlich stehen wir ein wenig im Schatten der anderen beiden, zu denen der Abstand riesengroß ist. Aber die Aufmerksamkeit für uns wird größer“, sagt Greve. Dann muss er irgendwann los. Wohin? Zum Training. Nach Lübeck. Der Sport- und Mathelehrer und Familienvater, der jetzt Profitrainer ist, sagt aber auch: „Mein Ziel ist es, in die Erste Liga zu kommen.“ Ein realistisches Ziel. So oder so.

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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