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Wer kann die Lücke schließen?

EIF: Jens Arendt droht lange Pause Wer kann die Lücke schließen?

Unberechenbare, jeden Torwart zur Weißglut bringende Drehwürfe und sein „Wackler“, mit dem er bislang noch jeden Gegenspieler schlecht aussehen ließ, sind die unverkennbaren Markenzeichen von Jens Arendt, seit zwei Jahren Stammlinksaußen des Handball-Kreisoberligisten Eckernförder IF. Doch jetzt droht ihm eine lange Pause.

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Eckernförde. Mit teilweise spektakulären Treffern hielt der 33-Jährige seine Mannschaft auch in den vergangenen Wochen immer wieder im Spiel und wurde im Kampf gegen den Abstieg mehr und mehr zum Hoffnungsträger. Deshalb wiegt es umso schwerer, dass ausgerechnet Arendt seinem Team vermutlich bis zum Saisonende nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Rund zehn Minuten waren gegen Spitzenreiter HC Treia-Jübek noch zu spielen, als sich Arendt einmal mehr sehenswert gegen seinen Gegenspieler durchsetzte, nach einem beim Handball üblichen Körperkontakt allerdings zu Boden ging. Und zwar mit dem Gesicht zuerst. Ein kurzer Aufschrei Arendts machte allen sofort klar, dass der Linksaußen zumindest in dieser Partie nicht weiter würde mitwirken können. Mit blutender Nase führten ihn seine Mannschaftskameraden vom Parkett.

„Zwar führte ein Foul zu meinem Sturz, aber das überschritt nicht den normalen Rahmen“, sagt Arendt später und spricht damit seinen Jübeker Kontrahenten von jeder Schuld frei. Dennoch: Die Diagnose ergab den Bruch des Nasenbeins, das in diesen Tagen gerichtet werden muss. „Mein Arzt hat mir eine achtwöchige Pause verordnet“, erklärt Arendt wohl wissend, dass er damit kaum noch Einfluss auf den Kampf um den Klassenerhalt nehmen kann. Zwar endete die Saison der Handball-Kreisoberliga erst Anfang Mai, doch bis dahin sind die für die Abstiegsfrage entscheidenden Begegnungen längst gespielt - ohne Arendt, der an der Heinrich-Heine-Gemeinschaftsschule in Büdelsdorf Mathematik und Sport unterrichtet. „Es sei denn, ich finde einen Sponsor, der mir eine Gesichtsmaske finanziert“, scherzt Arendt, auch wenn ihm am Tag nach dem Spiel der Schädel kräftig brummte. Da so eine Maske rund 500 Euro kostet, wird er seine Mannschaft in den kommenden Wochen wohl nur von der Bank aus unterstützen zu können.

Seine Zuversicht hat Arendt, der einst in der Oberliga für den TSV Owschlag sowie für den Büdelsdorfer TSV auf Torjagd ging und erst seit knapp zwei Jahren im EIF-Trikot spielt, aber trotz allem Unglück nicht verloren: „Wir gewinnen noch vier Spiele und bleiben damit auf jeden Fall in der Klasse“, sagt er und gibt er sich weiter optimistisch. jg

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