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Sportmix Ein großes Hallo
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10:00 08.10.2018
Von Katrin Heidemann
Der Schönberger Windsurfer Nico Prien war mit seinem Abschneiden vor Westerland nicht zufrieden Quelle: Katrin Heidemann
Westerland

Vergangene Woche trat der 23-Jährige beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt gegen die weltbesten Windsurfer in den Disziplinen Slalom und Foil an.

Nach dem Abitur folgte ein Testjahr als Profiwindsurfer

Durch seinen Vater kam Nico Prien zu Schulzeiten zum Wassersport. Das Windsurf-Virus hatte ihn schnell gepackt, so dass er nach dem Abitur ein Testjahr als potenzieller Profiwindsurfer einlegte und zum Trainieren nach Teneriffa fuhr. Aus der Probezeit wurden weitere Jahre im Windsurfzirkus.

2013 ging er erstmals beim World Cup auf Sylt an den Start. Mittlerweile ist die Veranstaltung der PWA-Welttour für ihn Routine. Nervös macht ihn der internationale Vergleich nicht mehr – im Gegenteil: „Der World Cup auf Sylt ist immer ein großes Wiedersehen mit vielen Windsurfern, die ich oft monatelang nicht sehe, weil ich nicht alle Events der Tour mitfahre. Toll sind die vielen Zuschauer in Westerland.“ Aber nicht nur deshalb zieht er die internationalen Wettbewerbe den nationalen vor. „Im Deutschen Windsurf Cup kämpfen immer dieselben drei Leute um die Podiumsplätze. Im World Cup fahren mehr starke Leute mit, was es spannender macht“, erklärt Prien.

Beim diesjährigen Mercedes-Benz Windsurf World Cup war Geduld von dem Schönberger gefordert. Am Auftaktwochenende liefen die ersten Rennen im Slalom und Foilen. Danach hieß es bis zum darauf folgenden Freitag Warten auf gute Windbedingungen. Mental anstrengend sei das, meint der Marketing-Student. Ganz zufrieden war der Windsurfer nach dem Auftaktwochenende auf Sylt nicht: „Es ist mäßig angelaufen. Ich stand in den Rennen etwas neben mir. Wegen einer Verletzung konnte ich vorher nicht trainieren und fühlte mich nicht fit. Ich weiß, dass ich das besser kann.“

Seine Lieblingsdisziplinen sind Slalom und Waveriding

Ob Sylt „sein“ Spot wäre? Nico Prien lächelt: „Ganz ehrlich – privat würde ich hier eher nicht surfen. Es ist viel zu materialintensiv wegen des heftigen Shorebreaks und extrem herausfordernd.“ Dennoch läge ihm Sylt, weil er das Fahren in der Welle von zuhause gewöhnt ist und das Revier durch den Deutschen Windsurf Cup gut kennt. „Für Slalom und besonders Foil wäre glatteres Wasser allerdings deutlich besser“, so Prien.

Seine Lieblingsdisziplinen beim Windsurfen variieren je nach Wind. „Wenn es etwas ruppiger ist, bevorzuge ich im Rennen Slalom. In der Freizeit ist Waveriding mein Favorit“, meint der Windsurfer. Bei seiner Wettkampfvorbereitung hat das Training auf dem Wasser Vorrang. Hinzu kommt Fitnesstraining als Ergänzung oder Alternative an windstillen Tagen.

Prien will deutscher Meister werden

Nico Priens Ziele für die nächste Saison: „Deutscher Meister werden und mehr internationale Events mitfahren.“ Als Vorbereitung dafür verbringt der Schönberger den Winter mit seiner Frau Alara, ebenfalls Windsurferin, im spanischen Tarifa und trainiert dort mit dem deutschen Windsurfer Sebastian Kördel. Beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt lag Nico Prien im Slalom nach zwei gefahrenen Rennen auf Rang 26, im Foilen nach fünf Läufen auf Platz zwölf.

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