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THW Kiel THW Kiel überrollt TVB Stuttgart
Sport THW Kiel THW Kiel überrollt TVB Stuttgart
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23:54 06.12.2018
Von Merle Schaack
Domagoj Duvnjak (Mitte, THW Kiel) hängt sich gegen Tobias Schimmelbauer (li.) und Robert Markotic rein. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Für den THW Kiel erzielten Rune Dahmke, Nikola Bilyk und Hendrik Pekeler je vier Tore. Bei Stuttgart war Sache Pfattheicher ebenfalls mit vier Toren erfolgreichster Werfer.

Die Anreise zum Spiel wurde den THW-Kiel-Fans durch eine komplizierte Bombensprengung im Kieler Stadtteil Gaarden erschwert. Wer es wegen des Verkehrschaos' in der Stadt nur mit Verspätung in die Halle schaffte, verpasste aber nicht den Beginn der Partie. Denn auch die begann sieben Minuten später als geplant, weil die Hallenuhr zunächst ihren Dienst verweigerte.

Als es dann losging, starteten die Stuttgarter konzentrierter. Robert Markotic und Sascha Pattheicher per Gegenstoß legten mit 2:0 vor, dann hatten die Kieler sich sortiert. 

Bis zum 6:6 (12.) blieb die Partie ausgeglichen. Die Gäste forderten den THW Kiel mit sieben Feldspielern. Zwei davon beschäftigten die Abwehr am Kreis. Nutznießer dieser Taktik war zunächst der Halbrechte Markotic, dann aber zunehmend die Kieler. Torhüter Andreas Wolff konnte sich in der ersten Halbzeit mit zwei Treffern ins leere Gäste-Tor in die Torschützenliste eintragen.

Sechs Tore Vorsprung zur Pause

Doch nicht immer waren die Zebras treffsicher. Besonders die Außen Niclas Ekberg und Ole Rahmel erwischten keinen guten Start. Ekberg scheiterte zweimal von der Siebenmeterlinie an TVB-Torhüter Johannes Bitter. Nach 23 Minuten hatte das Rechtsaußen-Duo nur einen von sieben Torwürfen im Kasten untergebracht.

Doch trotz einiger verpasster Chancen bekamen die Kieler genug Gelegenheiten zum Gegenstoß, so dass sie schon zur Pause deutlich mit 17:11 führten.

In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild: Zwar vergaben mit Marko Vujin und Magnus Landin auch die Siebenmeterschützen zwei und drei. Den Gegner hatten die Kieler aber stets im Griff - und mit Wolff im Tor (18 Paraden) einen starken Rückhalt.

Stuttgart immer im Griff

Eine Viertelstunde vor Schluss führten die Kieler bereits mit 24:13, nachdem Stuttgart zehn Minuten lang kein Tor gelang. Die nur mit 13 Spielern angereisten Schwaben mussten ab der 37. Minute auf Bitter verzichten, der sich bei einem Zusammenstoß mit Duvnjak verletzt hatte. Zuvor hatte der Keeper mit über 500 Bundesligaspielen Erfahrung für ein menschliches Highlight der Partie gesorgt, als er Marko Vujin vor einer Roten Karte bewahrte.

Der THW Kiel war ohnehin nicht mehr aufzuhalten und feierte nach 60 Minuten seinen 17. Pflichtspielsieg und den 13. Bundesliga-Sieg in Folge.

THW Kiel: Wolff (1. bis 60., 18 Paraden, 2 Tore), N. Landin (bei zwei Siebenmetern, 1/1)  – Duvnjak 3, Reinkind 3, M. Landin 1/1, Kristjánsson 1, Weinhold (n.e.), Wiencek 3, Ekberg 1/1, Rahmel 2, Dahmke 4, Zarabec 1, Vujin 3/2, Bilyk 4, Pekeler 4, Nilsson (n.e.).

TVB Stuttgart: Bitter (1. bis 37., 6/4), Maier (37. - 60., 3) – Schimmelbauer 2, M. Häfner 1, Weiß 4, Schagen, Schweikardt 2/2, Späth 2, Markotic 2, Baumgarten, Röthlisberger 2, von Deschwanden, Pfattheicher 4/2.

Mehr über den THW Kiel lesen Sie hier.

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