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THW Kiel "Das wird ein 50:50-Spiel"
Sport THW Kiel "Das wird ein 50:50-Spiel"
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18:02 07.09.2018
Von Tamo Schwarz
Wer greift am beherztesten zu. Beim „Flens-Cup“ in Neumünster im August setzte sich der THW deutlich mit 31:22 durch, von links: Hendrik Pekeler (THW), Jim Gottfridsson (SG), Johannes Golla (SG), Patrick Wiencek (THW) und THW-Torwart Andreas Wolff. Quelle: Sascha Klahn
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Kiel

Vor 19 Jahren, erinnerte sich Maik Machulla, Trainer des deutschen Handball-Meisters SG Flensburg-Handewitt, am Freitag, habe er mit THW-Trainer Alfred Gislason dessen 40. Geburtstag gefeiert. Der Isländer war damals gerade neu als Trainer beim SC Magdeburg, Machulla sein Spieler – 22 Jahre alt. „Wir hatten Hammer-Spaß bei ihm zu Hause an der Elbe in Magdeburg. Es gab Rotwein.“ Am Freitag wurde Gislason 59 Jahre alt.

Videostudium statt Rotwein

„Das war wahrscheinlich meine größte Geburtstagsfeier jemals“, blickte Gislason am Tag vor dem Landesduell Nummer 98 zurück. „Ich hatte keine Wahl: Der Verein sagte mir einfach, dass abends mindestens 100 Leute kommen würden.“ 19 Jahre später wollte Gislason am Freitag wenigstens versuchen, ein Glas Rotwein zu genießen, doch der Tag war geprägt von Training, Videostudium und wieder Training mit den Zebras, die die SG erst vor einem Monat im Kampf um den „Flens-Cup“ in Neumünster mit 31:22 besiegt haben. „Weit weg“, sagt Gislason. „Viele Spieler haben gefehlt, bei Flensburg Lauge und Karlsson. „Ich freue mich, das Derby ist immer besonders. [lacht] Wir merken ja immer, wie sehr sie uns in Flensburg lieben.“

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„Rohes Fleisch auf den Tisch werfen, jemanden motivieren muss ich aber nicht. Jeder weiß, worauf es ankommt.“ Machulla gibt aber auch zu: „Einige meiner Spieler werden sicher beeindruckt sein, die haben noch nie so ein Derby gespielt."

Andere haben jede Menge Schleswig-Holstein-Duell im Blut. Kiels Sportlicher Leiter Viktor Szilagyi zum Beispiel: „Am Sonnabend ist es egal, ob es der dritte, der 20. oder 30. Spieltag ist. Ich hoffe, dass wir unseren Trend fortsetzen und wie in der letzten Saison die Punkte von dort mitnehmen“, sagt der Österreicher. Mit 33:30 (Champions League) und 35:27 (Bundesliga) hatte der THW in der Vorsaison in der „Hölle Nord“ triumphiert. Jetzt treffen die beiden Top-Teams schon am dritten Spieltag aufeinander. Zu früh? THW-Assistenzcoach Filip Jicha sagt: „Für das Derby ist es nie zu früh und nie zu spät.“

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