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THW Kiel Ein Schwede ab 2020 für den THW Kiel?
Sport THW Kiel Ein Schwede ab 2020 für den THW Kiel?
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20:30 11.04.2019
Von Tamo Schwarz
Mit 29:19 besiegte der THW im Oktober die HSG Wetzlar. Anton Lindskog (links) erzielte vier Treffer gegen Niklas Landin. Quelle: imago/Philipp Szyza
Kiel

Die Lücke, die Firnhaber durch seinen Wechsel zum HC Erlangen reißt, hat der THW Kiel in dieser Woche mit dem Tschechen Pavel Horak geschlossen. Vorerst. Im Herbst 2018 führten die Verantwortlichen Gespräche mit Anton Lindskog (25), Kreisläufer der HSG Wetzlar. Doch der Schwede bleibt bis zum Ende seiner Vertragslaufzeit im Sommer 2020 in Mittelhessen. Und danach? Er „schließe nicht aus“, sagt Viktor Szilagyi, Sportlicher Leiter der Zebras, dass der U21-Weltmeister von 2013 genau dann noch einmal zur Option werden könnte.

Lindskog reifte in Kristianstad zum Nationalspieler

Ola Lindgren, bis Januar Trainer des schwedischen Champions-League-Klubs IFK Kristianstad, hatte in einem Fernsehinterview vom Kieler Interesse an seinem ehemaligen Schützling berichtet. Lindgren hatte Lindskog 2012 nach Kristianstad geholt. Dort hatte der 1,98 Meter große und 110 Kilogramm schwere Kreisläufer vor seinem Wechsel 2016 zur HSG Wetzlar drei Jahre lang im EHF-Cup und eine Saison in der Champions League gespielt, hatte sich mit nur 19 Jahren zum schwedischen Nationalspieler (zehn Länderspiele/sechs Tore) gemausert. Derzeit ist Lindskog in der Bundesliga mit 70 Treffern zweitbester Feldtorschütze der HSG Wetzlar.

„Ich habe noch einen Vertrag in Wetzlar bis 2020, den die HSG verlängern will. Was ich weiß, ist, dass ich in der kommenden Saison in Wetzlar spielen werde“, sagte Lindskog der schwedischen Tageszeitung „Kristianstadsbladet“. Im Herbst hatte sich der THW um die Dienste Lindskogs bemüht, der die Firnhaber-Lücke hinter den Stammkräften Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler sowohl als Ergänzung für den Abwehr-Innenblock als auch als Backup im Angriff am Kreis eins-zu-eins hätte ausfüllen können. Viktor Szilagyi bestätigte gegenüber unserer Zeitung das Interesse im Herbst. „Anton hat sich in Wetzlar sehr gut entwickelt, es gab Kontakt. Er hätte diese Rolle bei uns gut ausfüllen können.“ Schließlich waren die Gespräche jedoch aufgrund zu hoher Ablöseforderungen der HSG im Sande verlaufen. 

Wetzlar will Lindskog über 2020 hinaus halten

Mittlerweile haben die Zebra-Verantwortlichen die Lücke anders geschlossen und mit Pavel Horak einen starken Abwehrspieler verpflichtet, der allerdings im Angriff auf der linken Rückraumseite agiert. Horak wird voraussichtlich nur ein Jahr beim THW bleiben. Danach könnte der Schwede Lindskog – dann vertragslos – wieder in den Fokus rücken. Die HSG Wetzlar und ihr Geschäftsführer Björn Seipp wollen Lindskog am liebsten über die kommende Saison hinaus halten. „Wir sind in Gesprächen über eine Vertragsverlängerung“, bestätigte Seipp am Donnerstag gegenüber der „Wetzlarer Neuen Zeitung“. 

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