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THW Kiel Niclas Ekberg ist der Torgarant des THW
Sport THW Kiel Niclas Ekberg ist der Torgarant des THW
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20:14 05.12.2018
Von Merle Schaack
Von der Siebenmeter-Linie, per Gegenstoß oder von Rechtsaußen - Niclas Ekberg wirft derzeit die meisten Tore für den THW Kiel. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Niclas Ekberg ist die personifizierte Konstanz in der Zebra-Herde, zählte bei zehn der bisher 16 Bundesliga-Partien zu den besten THW-Schützen, wirft im Schnitt 5,6 Tore pro Spiel – sein bester Wert seit er 2012 ein Zebra wurde.

Woran das liegt? „Gute Frage“, sagt Ekberg, der auch von der Siebenmeterlinie oft die erste Wahl ist. „Ich denke, da kommen viele Kleinigkeiten zusammen. Ich habe das Glück, von großen Verletzungen verschont geblieben zu sein und bekomme das Vertrauen vom Trainer – so waren die letzten eineinhalb Jahre ganz gut.“

Routine und Gefühl

Der 29-jährige Schwede hat hinter Linksaußen Magnus Landin (82 Prozent) mit 78 Prozent derzeit auch die zweitbeste Wurfquote bei den Zebras. „Vieles davon ist Routine, vor allem beim Siebenmeter. Dann muss man das mentale Spiel beherrschen – und am Ende ist es auch Gefühlssache“, sagt Ekberg, der nicht nur von außen oder im Gegenstoß eine Bank ist. Oft taucht er als Einläufer am Kreis auf, wirft auch mal aus dem Rückraum, wenn die Situation es zulässt.

Niclas ist einer der besten Außen der Welt“, lobt THW-Trainer Alfred Gislason. „Er hat in unseren Taktiken ein überragendes Timing. Hannovers Abwehr hat er zum Beispiel gut durcheinander gebracht. In der zweiten Halbzeit hat er auch selbst sehr gut gedeckt.“

Ein Traditionsschwede

Lob, das Ekberg sicher gerne hört. Zu viel Aufmerksamkeit ist ihm dann aber doch unangenehm. „Ich bin ein Traditionsschwede. Ich übernehme gerne Verantwortung. Aber selbst muss ich nicht so sehr im Mittelpunkt stehen.“

Die mannschaftliche Geschlossenheit ist für ihn der wichtigste Grund für die aktuelle Serie von 16 Siegen in Folge des THW Kiel. „Wir sind alle fit, trainieren und spielen gut zusammen. Das sieht man auch auf dem Feld“, sagt er.

Gislason warnt vor Stuttgart

Dennoch warnt Trainer Alfred Gislason vor Stuttgart, dem Tabellenelften: „Das wird kein Selbstläufer. Ich hoffe, die Leute erwarten nicht, dass wir Stuttgart mit 14 Toren aus der Halle schießen.“

Die Schwaben, die auf ihren Mittelmann und wichtigen Torschützen Michael Kraus verzichten müssen, leben von einer guten Abwehr und Torhüter Johannes Bitter. Im Ausfall von Kraus sieht Gislason nicht unbedingt einen Nachteil. „Seitdem spielen sie im Angriff disziplinierter.“

Er selbst will wieder verstärkt auf Nikola Bilyk im Rückraum setzen, nachdem der Österreicher zuletzt wegen Schulterproblemen weniger Spielanteile hatte.

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