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THW Kiel THW Kiel steht im Halbfinale
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22:27 27.11.2018
Von Merle Schaack
Der THW Kiel setzt sich im DHB-Pokal-Viertelfinale gegen die MT Melsungen durch und zieht ins Final Four ein. (v.l.) Simon Birkefeldt (MT Melsungen), Lukas Nilsson, Patrick Wiencek (beide THW Kiel) und Felix Danner (MT Melsungen) Quelle: Sonja Paar
Kiel

Damit entschied der THW Kiel auch die zweite Pokalbegegnung mit Melsungen nach dem 35:23-Sieg von 2013 im Halbfinale für sich und qualifizierte sich zum 16. Mal für die Endrunde, die am 6. und 7. April in Hamburg ausgespielt wird.

Bester THW-Torschütze war Niclas Ekberg mit 7/1 Toren. Für Melsungen traf Tobias Reichmann fünfmal.

Bereits zum zweiten Mal in dieser Spielzeit empfing der THW Kiel die Gäste aus Hessen in der Sparkassen-Arena. Vom deutlichen 37:20, dem bisher höchsten Kieler Sieg in dieser Saison, wollten die Zebras sich aber nicht blenden lassen. "Die MT hat trotz der jüngsten Verletzungen eine starke Mannschaft", sagte THW-Trainer Alfred Gislason vor dem Spiel.

Damit spielte der Isländer auf die Ausfälle der Rückraumspieler Julius Kühn (Kreuzbandriss), Michael Müller (Mittelfußbruch) und Timm Schneider (Sehnenreizung im Fuß) an.

Spielunterbrechung nach Pavlovic-Verletzung

Schon im ersten Angriff kam es für die MT noch schlimmer. Gerade einmal 31 Sekunden waren auf der Uhr abgelaufen, da trafen THW-Kapitän Domagoj Duvnjak und sein kroatischer Landsmann Domagoj Pavlovic mit normaler Zweikampfhärte aufeinander. Eine Aktion, nach der Pavlovic zu Boden ging und Duvnjak sofort entsetzt die Sanitäter herbei rief.

WIR SIND IMMER NOCH FASSUNGSLOS!😳 Das Spiel wird überschattet durch die schwere Verletzung von Domagoj...

Gepostet von MT Melsungen am Dienstag, 27. November 2018

Er musste auf dem Feld behandelt werden. Das Spiel wurde für 24 Minuten unterbrochen. Als die Sanitäter Pavlovic mit der Trage vom Feld transportierten, gab es stehende Ovationen vom Kieler Publikum und einen Kuss vom sichtlich betroffenen Duvnjak auf die Stirn. Die erste Vermutung, es handele sich um einen Wadenbeinbruch, bestätigte sich am späteren Abend im Kieler Uniklinikum nicht. Stattdessen diagnostizierten die Ärzte eine Außenknöchelfraktur, die am Mittwochmorgen operiert werden soll.

Melsungen chancenlos

Unter dem Eindruck dieses Schocks tat sich die MT Melsungen schwer. Mit Ballverlusten und Fehlwürfen im Angriff luden sie die Kieler zu Kontern ein. 6:2 stand es in der siebten Minute.

Eine sichere Kieler 6:0-Abwehr zwang die Gäste in die Bewegung. Doch bei ihnen lief nicht viel zusammen. Ab der 13. Minute traf bis zum Pausenpfiff nur noch Reichmann für die MT. Seine Mitspieler scheiterten regelmäßig am Kieler Torwart Niklas Landin.

Der THW präsentierte sich im Angriff spielfreudig. Rechtsaußen Niclas Ekberg traf als Einläufer vom Kreis, Linksaußen Magnus Landin auch mal aus dem Rückraum und Lukas Nilsson zimmerte einen Ball nach dem anderen in die Maschen. Zur Halbzeitpause (19:8) war das Spiel längst vorentschieden.

Einsatzzeiten für alle

Die zweite Halbzeit nutzte Gislason, um all seinen Spielern Einsatzzeiten zu geben. Schon in der 36. Minute (24:9) durfte Youngster Gisli Kristjánsson, zuletzt noch Aushilfe in der zweiten Mannschaft des THW, Regie führen. Auch wenn die Zebras nicht mehr alle Chancen im Angriff nutzten, blieb ihr Sieg doch ungefährdet.

Final Four im April

Die anderen drei Halbfinal-Teilnehmer werden am am 18. und 19. Dezember ausgespielt. Das Final Four findet am 6. und 7. April in Hamburg statt. Vergangene Saison waren die Kieler im Achtelfinale bei der TSV Hannover-Burgdorf ausgeschieden.

THW Kiel: N. Landin (1. bis 30., 11 Paraden), Wolff (30.-60., 9/1 – Duvnjak, Reinkind 1, M. Landin 2, Kristjánsson 1, Weinhold 3, Wiencek, Ekberg 7/1, Rahmel 2, Dahmke 3, Zarabec, Vujin 2, Bilyk 1, Pekeler 4, Nilsson 5

MT Melsungen: Simic (1. bis 9. und 31. bis 46., 1/1 Parade), Sjöstrand (9.-30.,  46.- 60., 5) – Maric 1, Lemke 2, Reichmann 5, Ignatow 1, Kunkel, Mikkelsen 4, Danner 2, P. Müller 1, Allendorf, Birkefeldt 3, Pavlovic

Schiedsrichter: Peter Behrens/Marc Fasthoff (Neuss)

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