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THW Kiel Flensburg gewinnt gegen THW Kiel 26:25
Sport THW Kiel Flensburg gewinnt gegen THW Kiel 26:25
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23:49 08.09.2018
Der Flensburger Anders Zachariassen (l) und Steffen Weinhold vom THW Kiel kämpfen um den Ball. Quelle: Frank Molter
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Flensburg

Hampus Wanne und Holger Glandorf erzielten beim 35. SG-Sieg je fünf Treffer für Flensburg, Hendrik Pekeler und Niclas Ekberg kamen auf je sechs Tore für Kiel.

Die Partie vor den 6300 Zuschauern in der ausverkauften Flensburger Arena brauchte keine lange Anlaufzeit. Nach dem zwischenzeitlichen 8:8 sorgten die Kieler mit einem 3:0-Zwischenspurt für das 11:8 (19.), agierten stark aus ihrer offensiven Deckung und kamen so zu Toren durch Tempogegenstößen und über die zweite Welle. SG-Trainer Maik Machulla reagierte und stellte den jungen Johannes Golla neben Abwehrchef Tobias Karlsson ins Deckungszentrum.

Auch im Angriff sorgte der Neuzugang von der MT Melsungen für Impulse. Seine zwei Treffer vor der Pause trugen dazu bei, dass die SG in ihrem 1000. Bundesligaspiel in der 29. Minute nach einem 7:2-Lauf mit 15:12 in Führung lag. "Wir haben mit drei Toren geführt und uns dann überhastete Würfe und Fehler geleistet", resümierte THW-Coach Alfred Gislason einen Tag nach seinem 59. Geburtstag, der zudem mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen haderte. Während der THW insgesamt sieben Zeitstrafen kassierte, mussten die SG-Akteure nur dreimal auf die Sünderbank.

Gislason brachte zu Beginn der zweiten Halbzeit Harald Reinkind im rechten Rückraum, nachdem zuvor weder Steffen Weinhold noch Marko Vujin bei seinen ersten Einsatzminuten in dieser Saison genügend Durchschlagskraft entwickelt hatten. Der Norweger Reinkind erzielte gleich die beiden ersten Treffer der Kieler (16:15/33.), blieb anschließend aber ohne weiteres Tor. Mit einer Parade gegen Pekeler sicherte SG-Keeper Benjamin Buric in der 59. Minute schließlich den Sieg und sorgte für minutenlange Fangesänge in der Flens-Arena ("Die Nummer eins im Land sind wir!"). "Tagesform, Torhüter, Trefferquote - das hat alles heute gepasst, und deswegen bin ich sehr glücklich über den Sieg", sagte SG-Trainer Maik Machulla. Man werde allerdings trotz des 8:0-Punkte-Saisonstarts "entspannt bleiben". Dem THW steht nun am kommenden Donnerstag in Magdeburg die nächste hochkarätige Auswärts-Aufgabe bevor.

SG Flensburg-Handewitt: Buric (1.-60. Minute/10 Paraden), Bergerud (bei einem 7m/0) - Karlsson, Golla 3, Hald n.e., Glandorf 5, Svan 3, Wanne 5/1, Jeppsson 1, Jøndal 3/3, Steinhauser n.e., Zachariassen, Gottfridsson 2, Lauge 4, Baijens n.e., Rød.

THW Kiel: N. Landin (1.-40. Minute/10 Paraden), Wolff (bei einem 7m und ab 40./7) – Duvnjak 3, Reinkind 2, M. Landin, Weinhold 1, Dissinger, Wiencek 2, Ekberg 6/4, Rahmel n.e., Dahmke, Zarabec, Vujin, Bilyk, Pekeler 6, Nilsson 5.

Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg/Stendal) – Strafminuten: SG 6 (Lauge, Golla, Karlsson), THW 14 (Weinhold, 2x M. Landin, Pekeler, 2x Wiencek, Dissinger) – Siebenmeter: SG 5/4 (Wolff pariert Jøndal), THW 4/4 – Spielfilm: 0:1, 3:3 (7.), 6:6, 8:8 (14.), 8:11, 13:11 (27.), 15:12, 15:13 – 15:14, 16:16 (34.), 21:17, 22:20 (53.), 24:22, 25:23 (57.), 26:24, 26:25 – Zuschauer: 6300 in der ausverkauften Flensburger Flens-Arena.

Von lno

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