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THW Kiel GWD Minden will den THW Kiel stressen
Sport THW Kiel GWD Minden will den THW Kiel stressen
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09:00 03.11.2018
Von Merle Schaack
Beim 30:27 im Dezember vergangenen Jahres gelang es den Mindenern um Christoffer Rambo und Magnus Gullerund (in Grün v. re.), den THW in Kiel unter Druck zu setzen. Niklas Landin (v. li.), Sebastian Firnhaber und Patrick Weiencek verteidigten aber beide Punkte und wollen jetzt auch in Minden welche holen. Quelle: Sonja Paar
Minden/Kiel

Auf der einen Seite einer der Top-Klubs der Handball-Bundesliga, auf der anderen der Aufsteiger von 2016. Saisonziel Meisterschaft gegen Saisonziel Klassenerhalt. Der THW Kiel und sein nächster Gegner GWD Minden haben nicht viel gemeinsam? Weit gefehlt. Mit Blick auf die Ergebnisse der letzten Wochen vor der Länderspielpause haben beide Vereine vor allem eines: einen Lauf.

Denn seit der jeweiligen Niederlage beim SC Magdeburg haben beide Mannschaften keine Punkte mehr gelassen, bestechen jeweils durch gute Abwehr- und Torhüterleistungen. Beim THW ist die Niederlage in Magdeburg sieben Spieltage her, bei Minden vier.

Platz drei vs. Platz sieben

Die anschließende Siegesserie katapultierte die Ostwestfalen auf Tabellenplatz sieben, vier Plätze hinter den THW. „Das fühlt sich tatsächlich ein bisschen komisch an“, sagt Trainer Frank Carstens, der mit seinem Team die beiden vergangenen Spielzeiten auf Platz zwölf beendete und nun bereits Siege über Mannschaften wie Stuttgart, Lemgo oder Melsungen feierte. Zu Saisonbeginn fehlten zu Hause gegen Flensburg und in Berlin nur drei, bzw. zwei Tore zu einem Unentschieden.

„Wir haben einfach insgesamt gut gespielt“, sagt Dalibor Doder, Regisseur, Kapitän und Phänomen der Mannschaft. "Unsere Abwehr war gut, die Torhüter auch und die Chancenverwertung stimmte. Dazu haben wir uns auch in der zweiten Welle verbessert. Und wir sind ein gut eingespielter Rückraum."

Gefahr aus dem Rückraum

Das Trio aus Doder, dem Halbrechten Christoffer Rambo und Marian Michalczik auf der Königsposition hat auch THW-Trainer Alfred Gislason im Blick. „Bei Minden geht viel Gefahr aus dem Rückraum aus“, sagt er. „Rambo spielt sehr gut und Doder ist überragend.“

Mindens Trainer Frank Carstens sieht sein Team in einem ähnlichen Prozess wie den THW. „Genau wie die Kieler haben wir hier in den letzten Jahren einen personellen Umbruch hinter uns, haben die Mannschaft verjüngt und verbessern uns nun stetig.“

Gislason: Ganz gut drauf

Trotz aller Parallelen und Träume („Einen großen Gegner schlagen steht jedes Jahr auf unserem Zettel“) sind die Rollen klar verteilt. „Es wäre schön, wenn wir Kiel ein bisschen stressen könnten“, sagt Carstens. Zuletzt gelang das im April 2017, als GWD ein Unentschieden in Kiel holte. „Das war eine Sensation“, sagt der 47-Jährige, der aber auch weiß: „Wenn die Maschine THW ins Rollen kommt, sollte man nicht auf den Gleisen stehen.“

Wie das nach zwei Wochen Pause im Ligabetrieb funktioniert, ist die große Unbekannte in der Rechnung von Alfred Gislason, bei der der achte Liga-Sieg in Folge herauskommen soll. „Auf jeden Fall müssen wir gut aus der Pause kommen, um in Minden zu gewinnen“, sagt er. Der erste Eindruck aus dem Training? „Die Jungs sind ganz gut drauf.“

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