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THW Kiel Zu Hause bei den Pekelers
Sport THW Kiel Zu Hause bei den Pekelers
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08:00 30.08.2018
Von Tamo Schwarz
Zu Hause ist, wo das Leben tobt. An Spaß mangelt es Johanna und Hendrik Pekeler mit Baby Stine Marie, der zweijährigen Fine Sophia sowie den Rhodesian Ridgebecks Lilo und Hector bestimmt nicht. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Der 2,03 Meter großer Handballer, Kreisläufer, THW-Star schaut gelassen, beobachtend, blaue Augen. Besuch bei Familie Pekeler. Hier ist’s irgendwie wie zu Hause, hier fühlt man sich wohl. Und fast sind Pekeler und seine kleine große Familie auch schon angekommen in ihrem neuen Zuhause in Pries.

Jedenfalls fast. Ehefrau Johanna stellt den Kaffee auf den Tisch und lacht. Hier und da fehle schon noch was. Für die FH-Absolventin (Multimedia Production) ist es ein echtes Nachhausekommen. Sie ist in Heikendorf aufgewachsen, hat schon die Anziehungskraft des Ostufers gespürt. Aber der Handball-Rekordmeister baut sein Trainingszentrum in Altenholz, da passte Pries einfach besser.

Zukunft erschien zunächst trist

Vor seiner Zeit beim TBV Lemgo (2012-2015) wurden Hendrik und Johanna ein Paar. Da war der heute 27-Jährige fast noch ein Gescheiterter. Der, der die Karriere beim großen THW Kiel auf dem Silbertablett serviert bekam – und nichts draus machte, feiern ging, 2009 im Oktober die Abfahrt zum Champions-League-Spiel in Skopje verschlief. Pekeler weiß: „Damals war ich noch nicht reif. Heute weiß ich, was es heißt, als Profi Opfer zu bringen.“ In Kiel ging nichts mehr, die Zukunft erschien trist: in der Zweiten Liga beim Bergischen HC. BHC-Trainer Hans-Dieter „HaDe“ Schmitz wusch dem Glückstädter Bengel den Kopf, Junioren-Natioaltrainer Martin Heuberger ebenso. Ein langer Umweg: Bergischer HC, TBV Lemgo, Rhein-Neckar Löwen. Und heute? Geläutert, gereift, Familienvater, Handball-Star. In einem Gespräch mit dem Hendrik Pekeler von heute fühlt man sich wohl.

Weil „Peke“ da ist, einen durchdringt mit diesem unverwechselbar stechenden Blick, sich einlässt auf den Dialog. Er wägt ab, fasst Vertrauen. „Was habt Ihr vor?“ Dann öffnet er dem Reporter-Team die Tür zum Haus der Familie und beweist das Vertrauen. Inszeniert wird nichts. „Wir sehen so aus, wie wir eben aussehen“, sagt Johanna, die sich in Elternzeit nebenbei um ihre Selbstständigkeit kümmert, Baby-Tragetücher näht und vertreibt.

Familie ist der Vorder- und Hintergrund

Keine Fassade, kein künstlicher Hintergrund. Die Familie ist der Hintergrund, die Familie ist der Vordergrund. Dieses Paar ist herrlich unprätentiös. Und wenn allen dann auch noch Hector und Lilo munter schlabbernd in die Parade fahren, wird herzlich gelacht. Das sind die schönsten Bilder, die es gibt. Stine gluckst vergnügt, und Fine hat es ein wenig auf den Fotografen abgesehen. Zumindest auf seine High-Tech-Kamera. Begleitet von einem Strahlen darf Fine auf den Auslöser drücken, macht ein paar Hundert Bilder von Hundefüßen und Arztkofferutensilien, und eigentlich reicht das schon zum Glücklichsein. Die Suche nach einem geeigneten Eigenheim geht freilich weiter, in Pries wohnt die Familie zur Miete, sucht etwas Eigenes. „Wer weiß, was noch alles passiert in den nächsten Jahren“, sagt Pekeler. Alles gesehen, alles erlebt, erst 27 Jahre alt. Aber nach der Handball-Karriere soll Kiel Lebensmittelpunkt sein. Der Vertrag bei den Zebras läuft bis 2021.

Hier finden Sie weitere Fotos vom Hausbesuch. 
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