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Wundertüte mit Topspiel-Vorliebe

THW-Gegner Göppingen Wundertüte mit Topspiel-Vorliebe

Starke Gegner, starke Leistungen – schwache Gegner, schwache Leistungen: Die Saison von Frisch Auf Göppingen unterliegt (wieder einmal) großen Schwankungen. Der kommende Gastgeber des THW Kiel in der Handball-Bundesliga (Donnerstag, 20.45 Uhr) ist eine echte Wundertüte.

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Selbstbewusst ins Duell mit dem Rekordmeister: Göppingens Linksaußen Marcel Schiller erzielte am vergangenen Wochenende gegen die MT Melsungen elf Treffer.

Quelle: imago/Pressefoto Baumann

Göppingen. Siege gegen die Löwen, Wetzlar und Melsungen und Remis gegen Flensburg und Hannover, Pleiten gegen Gummersbach, Stuttgart und Erlangen sowie Punktverluste gegen Lübbecke und Hüttenberg: Je stärker der Gegner, desto stärker auch Frisch Auf – eine etwas merkwürdige Kohärenz. „Ich weiß wirklich nicht, woran das liegt“, sagt Marcel Schiller, Göppinger Linksaußen und mit 100 Treffern Top-Torschütze. „Ich würde auch lieber gegen die Starken etwas schlechter spielen und dafür alle Spiele gegen die Schwächeren gewinnen.“

Dabei ließ sich das Göppinger Spiel nach dem Trainerwechsel von Magnus Andersson zu Rolf Brack gut an, der „Handball-Professor“ brachte frischen Wind zu Frisch Auf. „Wir haben unter ihm zwei Schritte nach vorn gemacht“, hatte Rückraumspieler Adrian Pfahl direkt nach dem Hinspiel beim THW Kiel gesagt, das Göppingen nach langem Kampf 23:28 verlor. Zwei Monate später dümpelt der elfmalige deutsche Meister auf Rang elf aber weiter im Bundesliga-Mittelfeld umher. „Wir spielen viel schneller als vorher, das kommt vor allem uns Außen zugute. Wir können aus der Abwehr direkt abgehen“, sagt Schiller. „Aber die Ergebnisse fehlen noch. Wir werden erst nach der Wintervorbereitung beurteilen können, wie unsere Entwicklung aussieht.“

Dass Frisch Auf in der Lage ist, dem THW mehr als nur Paroli zu bieten, zeigte unter anderem die Partie der vergangenen Saison, als die Zebras einen Fünf-Tore-Rückstand gerade noch so umbiegen konnten. Und nicht zuletzt das Spiel am 23. September 2015, als der THW in der „Hölle Süd“ eine böse 21:29-Klatsche kassierte. „Wenn wir an das Kämpferische vom Sieg in Melsungen Sonntag anknüpfen, haben wir zu Hause auch gegen Kiel immer eine Chance. Wir haben die Löwen hier geschlagen und gegen Flensburg einen Punkt geholt, wir können das“, sagt Schiller.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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