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THW Kiel Kontra: Ein Gebot der Selbstachtung des THW
Sport THW Kiel Kontra: Ein Gebot der Selbstachtung des THW
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08:44 16.08.2013
Von Gerhard Müller
Kiel

Nicht in Ordnung ist, dass Serdarusic auch noch im Rampenlicht stehen wird, als Trainer der Ahlm-Auswahl. Auch wenn der scheidende Schwede das wünscht, muss der THW jenem Mann keine große Bühne bieten, der diesen Verein in die tiefste Krise seiner Geschichte gestürzt hat. Serdarusic wurde im Handball-Manipulationsprozess zwar vom Verdacht des Betrugs und der Beihilfe zur Untreue freigesprochen, doch ohne den Meistermacher hätte es dieses spektakuläre Verfahren niemals gegeb

Erinnern wir uns: Serdarusic wurde nur deshalb vom THW Kiel am 26. Juni 2008 beurlaubt, weil er es ablehnte, seine Frau Mirjana zu zügeln, die den damaligen Manager Uwe Schwenker ungehemmt öffentlich diskreditierte. Sieben Monate später, gerade von den Rhein-Neckar Löwen engagiert, offenbarte er deren Verantwortlichen, er habe etwas gegen den THW in der Hand, um Nikola Karabatic ablösefrei nach Mannheim holen zu können. Das war der Ur-Knall des vermeintlichen Manipulationsskandals. Drei Monate darauf machte die Löwen-Führung Serdarusics Erzählungen von angeblich von Schwenker gekauften Champions-League-Siegen öffentlich.

Hätte der THW es zulassen dürfen, dass Serdarusic heute bei Ahlms Abschied auf dem TrainerSitz Platz nimmt, als sei dies alles nicht geschehen? Klare Antwort: Nein! Es wäre ein Gebot der Selbstachtung der Zebra-Führung gewesen, Marcus Ahlm freundlich klarzumachen, dass es Grenzen für persönliche Wünsche gibt. Verabschiedet ein Unternehmen einen verdienten Mitarbeiter, hält schließlich auch nicht dessen ehemaliger Chef eine Rede, der wegen Störung des Betriebsfriedens längst entlassen ist.

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