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Wiencek vor Comeback im DHB-Team

Olympischen Spiele Wiencek vor Comeback im DHB-Team

Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson schürt in seinem Team den Wettbewerb um die raren Kaderplätze für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. „Es ist alles offen. Sicherlich gibt es auf allen Positionen Konkurrenzkampf“, sagte Sigurdsson am Dienstag in Neckarsulm bei der Vorstellung des Kaders für das Länderspiel gegen Russland am 8. Juni in Mannheim.

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Patrick Wiencek ist wieder da: Der THW-Kreisläufer wurde von Bundestrainer Dagur Sigurdsson für den ersten Lehrgang mit der Nationalmannschaft und das Testspiel gegen Russland nominiert.

Quelle: Sascha Klahn

Neckarsulm. Es ist der erste Härtetest in der Vorbereitung auf Rio. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen des Bundestrainers an sein Team: „Die Russen sind absolut im Kommen und werden uns alles abverlangen“, warnte Sigurdsson. Von seinen Spielern forderte er deshalb für das Länderspiel, rasch den „Rhythmus“ und das „Tempo“ der Nationalmannschaft anzunehmen.

Und damit den Konkurrenzkampf um die Olympia-Teilnahme. Besonders intensiv könnte das Ringen um die voraussichtlich zwei Torwart-Plätze werden. Sigurdsson nominierte neben den Europameistern Andreas Wolff und Carsten Lichtlein auch Silvio Heinevetter.

Insgesamt berief der Isländer 19 Spieler in den Kader. Mit dabei sind wieder die zuletzt verletzten Patrick Wiencek, Steffen Weinhold, Christian Dissinger (alle THW Kiel) sowie Kai Häfner von Hannover-Burgdorf. Europameister Steffen Fäth (HSG Wetzlar) ist nach seinem Mittelhandbruch vergangene Woche der einzige Spieler, der wegen einer Verletzung nicht nominiert wurde. Aus dem EM-Kader fehlen der Gummersbacher Simon Ernst, der Melsunger Johannes Sellin, Niclas Pieczkowski (TuS N-Lübbecke) sowie der Hannoveraner Erik Schmidt.

Wiencek, der sein letztes Länderspiel vor fast einem Jahr bestritt, macht damit sein Comeback auf der großen Handballbühne endgültig perfekt. Nach seinem Kreuzbandriss im Oktober 2015 verpasste „Bamm-Bamm“ die Europameisterschaft in Polen. Nach nur sechsmonatiger Verletzungspause und der Rückkehr in den THW-Kader für das Champions-League-Spiel gegen den FC Barcelona gehört der 2,01-Meter-Mann wieder zu den absoluten Leistungsträgern der Zebras.

„Ich freue mich riesig“, sagte Wiencek über die Nominierung. „Und ich würde mich natürlich auch über eine Olympia-Teilnahme freuen. Olympia ist das größte Ereignis für einen Sportler.“ Am 28. Juni muss Sigurdsson seinen 28 Spieler umfassenden vorläufigen Kader dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) melden. Nur aus diesem Aufgebot kann der Bundestrainer dann bis spätestens 17. Juli sein Olympia-Team aus 14 Spielern und einem Ersatzmann berufen.

Deshalb wird der Isländer voraussichtlich nur zwei Schlussmänner nach Rio mitnehmen. Der 31-jährige Heinevetter betonte, dass er gerne dabei wäre und sich bei dem Spiel gegen Russland präsentieren möchte. „Wenn man ein Länderspiel zu Hause hat, dann will man spielen und auch gut spielen.“ Der Torwart der Füchse Berlin sagte, das Verhältnis zwischen den drei Keepern sei gut. „Im Endeffekt musst du einfach nur Vollgas geben und gucken, dass du gute Leistungen bringst.“ Der langjährige Nationaltorwart (136 Länderspiele) war vor der EM in Polen im Januar aus dem Kader gestrichen zu worden.

Zu den Chancen der einzelnen Spieler wollte Sigurdsson rund zwei Monate vor dem olympischen Turnier nichts sagen. Die Einstellung nach dem überraschenden EM-Triumph sei kein Problem. „Die Jungs wissen, dass sie jetzt nicht besser als alle anderen Mannschaften sind. Aber wir wissen auch, dass wir stärker geworden sind.“

Von Nikolai Huland und Niklas Schomburg

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