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THW Kiel Zebras komplett, Füchse im Lazarett
Sport THW Kiel Zebras komplett, Füchse im Lazarett
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17:09 21.11.2018
Von Tamo Schwarz
Wieder an Bord: THW-Rückraumspieler Nikola Bilyk (hier gegen den Berliner Hans Lindberg) hat seine Verletzung auskuriert. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Immerhin: Nationalspieler Fabian Wiede kehrt an der Förde in den Kader zurück. Das gleiche gilt für Zebra Nikola Bilyk nach überstandenem Außenbandriss. Damit ist die Zebraherde von THW-Coach Alfred Gislason wieder komplett. Kontrastprogramm an der Spree. Als wären Langzeitverletzte wie Simon Ernst, Stipe Mandalinic (beide Kreuzbandriss), Paul Drux (Fußgelenk-OP) oder Marko Kopljar (Achillessehnenriss) im 6,5-Millionen-Gefüge (Saisonetat) nicht genug, verletzten sich beim IHF Super Globe in Katar mit Fabian Wiede (Innenbandverletzung), Mattias Zachrisson, Kevin Struck und Christoph Reißky (alle Bänderriss) noch vier weitere Akteure. Für Mandalinic kam zur neuen Saison Ex-Zebra Wael Jallouz, der sich jetzt einen Fingerbruch zugezogen hat. Und als auch noch Keeper Malte Semisch ausfiel (Bandscheibenvorfall), wurde kurzerhand Petr Stochl reaktiviert. Vom „teuersten Füchse-Kader aller Zeiten“ (Füchse-Manager Bob Hanning) war plötzlich nicht mehr viel übrig. Kaum zu glauben, aber wahr.

THW-Trainer Alfred Gislason: "Wir brauchen Geduld"

Trotzdem will Alfred Gislason seine Mannschaft nicht in Sicherheit wiegen, relativiert die Misere des Gegners und misst der Rückkehr von Linkshänder Fabian Wiede eine große Bedeutung zu: „Sieht man von Drux ab, ist die erste Sieben der Füchse mit Wiede wieder komplett. Die Abwehr ist stark, der Torwart auch. Sie gewinnen momentan keinen Schönheitspreis, aber spielen mit viel Geduld, warten, warten, warten. Diese Geduld brauchen wir auch.“ Man volle Vollgas geben, müsse keinem Spieler übermäßige Pausen geben, schließlich können die Kieler am Wochenende mit elf Toren Vorsprung im Rücken nach Norwegen zum EHF-Cup-Rückspiel bei Drammen HK reisen.

Letzter Punktgewinn der Füchse in Kiel: 19. Dezember 1981

Füchse-Routinier Hans Lindberg (37) hat nicht viele gute Erinnerungen an die Kieler Arena. „Es wird richtig schwer. Ich glaube, ich habe die letzten zwölf Jahre nur einmal in Kiel gewonnen“, sagte der dänische Rechtsaußen. Das war im November 2007, als Lindberg im Dress des HSV mit 31:30 in Kiel siegte. Den Füchsen indes ist genau das noch nie gelungen. Der einzige Punktgewinn im Norden datiert auf den 19. Dezember 1981. Der THW und die Reinickendorfer Füchse trennten sich damals 16:16-Unentschieden.

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